Tag 11

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Römer 3

Denn alle Menschen haben gesündigt und das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren. Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit hat. Denn Gott sandte Jesus, damit er die Strafe für unsere Sünden auf sich nimmt und unsere Schuld gesühnt wird. Wir sind gerecht vor Gott, wenn wir glauben, dass Jesus sein Blut für uns vergossen und sein Leben für uns geopfert hat.

Wie wir gesehen haben, ist das Einhalten der Vorschriften Gottes also nicht der Weg, wie wir in die Gemeinschaft mit Gott zurückkommen können. Übrigens ist das auch dann der Fall, wenn diese Vorschriften anders benannt werden und etwa „christliche Maßstäbe“ oder „Werte“ heißen.

Wir werden allein durch den Glauben an Jesus Christus gerecht gesprochen und gerettet. Aber nicht einmal dieser Glaube – das Vertrauen in Jesus – ist in irgendeiner Weise unser Verdienst. Nichts qualifiziert uns dafür, dass Gott uns annimmt. Glaube ist keine Leistung, sondern das Vertrauen darauf, dass Gott schon alles getan hat.

Das widerstrebt uns. Wir denken: „So einfach kann es doch nicht sein!“ Und doch ist das Evangelium im Kern so schlicht. Allerdings sind wir Menschen nicht einfach. Und es bedurfte eines Martin Luther, um diese Wahrheit – eigentlich die Kernaussage des Neuen Testaments – der Welt wieder neu als entscheidend gute Nachricht zu verkündigen.