Tag 16

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1. Mose 11

„Auf“, sagten sie, „wir wollen eine Stadt errichten mit einem Turm, der bis in den Himmel reicht – ein Denkmal unserer Erhabenheit! Es wird verhindern, dass wir uns über die ganze Welt zerstreuen.“ Der HERR aber kam aus dem Himmel herab, um sich die Stadt und den Turm anzusehen, den sie erbauten. „Sieh, was sie begonnen haben zu bauen. Weil sie dieselbe Sprache sprechen und ein Volk sind, wird ihnen nichts unmöglich sein, was sie sich vornehmen! Kommt, wir steigen hinab und geben ihnen verschiedene Sprachen. Dann werden sie sich nicht mehr verständigen können.“

Nachdem in 1.Mose 10 der Stammbaum der Völker (ausgehend von den Söhnen Noahs) dargelegt wurde, ist es nun wieder so weit, dass den Menschen ihr eigener Dünkel zu Kopf steigt. „Ein Denkmal ihrer Erhabenheit“ wollen sie errichten, das gleichzeitig ein Zeichen der Einheit sein sollte. Die Menschheit wähnt sich auf dem Gipfel und baut sich zur Feier des Tages einen Turm (das dürfte eine Art Zikkurat – eine hohe Stufenpyramide – gewesen sein).

Der Mensch will also nach oben – und Gott kommt von oben, um sich die menschlichen Bemühungen aus der Vogelperspektive zu betrachten. Die Gedanken Gottes sind hier nicht ohne ironischen Unterton zu lesen, im Sinne von: „Die Menschen meinen wohl, sie könnten alles und seien die Herren der Erde. Es ist ein Kleines für mich, sie eines Besseren zu belehren.“ Und dann kommt die berühmte babylonische Sprachenverwirrung, die ja bis heute anhält. Erst ein anderes Ereignis wird die Verwirrung zumindest zeichenhaft wieder auflösen: das Pfingstwunder. Hier werden die Christen durch den Heiligen Geist in Sprachen reden, die ihnen fremd sind, die sie aber trotzdem verstehen.