Tag 2

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Johannes 3

Und wie Mose in der Wüste die Bronzeschlange auf einem Pfahl aufgerichtet hat, so muss auch der Menschensohn an einem Pfahl aufgerichtet werden, damit jeder, der glaubt, das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.

Wer sich Jesus zuwendet und ihm sein Leben anvertraut, kann auch heute eine solche Neugeburt erleben. In den meisten Fällen macht man dabei keine vordergründig spektakulären Erfahrungen, aber man weiß trotzdem in seinem Herzen, dass etwas Neues geschehen ist. Wenn man von der Erfahrung der neuen Geburt berichtet, erscheint es anderen dann oft wie ein böhmisches Dorf, möglicherweise gar als spinnert. Dabei ist das nur eine Fußnote im Vergleich zu dem, was sich im Himmel abspielt. Aber wer kann wissen, wie es da aussieht? Nur einer, der von dort kommt, kann das uns Menschen enthüllen.

Im Wort vom Menschensohn spricht Jesus von sich selbst. Er ist der Berichterstatter aus dem Himmel, aber mehr noch als das – er ist der Sohn Gottes. Jesus erzählt eine dem Nikodemus nur zu bekannte Geschichte: Als das Volk Israel in der Wüste von Giftschlangen bedroht wurde, ließ Gott durch Mose eine Bronzeschlange (4.Mose 21,4-9) errichten. Jeder, der diese Bronzeschlange ansah, wurde von nun an nicht mehr gebissen. Und genauso ist es mit Jesus: Wer ihn ansieht, das heißt an seine rettende Macht glaubt und ihm vertraut, wird das ewige Leben haben. Das ewige Leben ist das, was mit der Neugeburt auf der Erde begonnen hat und uns für immer bleibt – ein Leben in der Gemeinschaft mit Gott.