Hebräer 11
Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert. Aufgrund dieses Glaubens hat Gott unseren Vorfahren in der Schrift seine Anerkennung ausgesprochen. Durch den Glauben verstehen wir, dass die Welt auf Gottes Befehl hin entstand und dass alles, was wir jetzt sehen, aus dem entstanden ist, was man nicht sieht.
Was ist eigentlich Glaube? An keiner anderen Stelle liefert uns die Bibel zu einem Begriff eine solch ausführliche Erklärung wie in diesem Text des Hebräerbriefs.
Wir verbinden mit „Glaube“ oft etwas sehr Lehrhaftes, als würde man von uns fordern, einer richtigen Erkenntnis zuzustimmen. Für andere heißt „glauben“ etwas mit einer gewissen Unsicherheit anzunehmen, im Sinne von: „Ich glaube, es regnet morgen.“ „Man muss an etwas glauben“, sagen wieder andere und sie meinen: Man sollte eine religiöse Vorstellung haben, die einem im Leben weiterhelfen kann.
Der Hebräerbrief sagt aber etwas anderes. In Vers 1 steht es: Glaube ist Vertrauen. Und christlicher Glaube ist Vertrauen auf Gott und seinen Sohn Jesus Christus. Dieses Vertrauen ist also eine persönliche Beziehung. Man sollte sich einmal die Mühe machen, in der Bibel das Wort „Glaube“ an vielen Stellen durch „Vertrauen“ zu ersetzen – wenigstens im Kopf. Eine spannende Angelegenheit.
