Tag 30

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2. Mose 2

Zu jener Zeit heirateten ein Mann und eine Frau aus dem Stamm Levi. Die Frau wurde schwanger und bekam einen Sohn. Als sie sah, was für ein schönes Kind es war, hielt sie es drei Monate lang versteckt. Schließlich konnte die Frau ihren Sohn nicht länger verstecken. Da nahm sie einen kleinen Korb aus Schilfrohr, dichtete ihn mit Erdharz und Pech ab und legte das Kind in den Korb. Dann setzte sie diesen ins Schilf am Nilufer. … Die Tochter des Pharaos entdeckte den Korb im Schilf und befahl einer ihrer Dienerinnen ihn ihr zu holen.

Die Mose-im-Schilfkörbchen-Geschichte ist natürlich lang nicht so idyllisch, wie nett illustrierte Kinderbücher dies suggerieren. Es ist eine zutiefst dramatische Angelegenheit, die zunächst mit großem Aufatmen endet, um dann für weitere Verwicklungen historischen Ausmaßes zu sorgen. Wenn wir uns in die Gemütslage der Eltern hineinversetzen, wird uns nur sehr begrenzt warm ums Herz. Ja, der Junge lebt, aber sie können nur eingeschränkt zu ihm stehen und er wird einem Einfluss ausgesetzt, den man eigentlich gar nicht haben will – und dennoch ist alles Führung Gottes.

Den Ägyptern wurde so gewissermaßen ein Kuckucksei ins Nest gelegt. Zur Folge hatte das, dass Mose später eine privilegierte Ausbildung genießen durfte, die ihm bei den folgenden Ereignissen sicherlich hilfreich war. Das konnte aber wiederum damals keiner ahnen.