Tag 365

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1. Johannes 1

Das ist die Botschaft, die er uns gegeben hat, damit wir sie euch weitersagen: Gott ist Licht; in ihm ist keine Finsternis. Deshalb lügen wir, wenn wir sagen, dass wir mit Gott Gemeinschaft haben, aber weiter in der Finsternis leben. Wenn wir das tun, leben wir nicht in der Wahrheit. Doch wenn wir wie Christus im Licht Gottes leben, dann haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut von Jesus, seinem Sohn, reinigt uns von jeder Schuld. Wenn wir sagen, wir seien ohne Schuld, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Doch wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns vergibt und uns von allem Bösen reinigt. Wenn wir behaupten, wir hätten nicht gesündigt, machen wir Gott damit zum Lügner und beweisen, dass sein Wort nicht in unserem Herzen ist.

Johannes benutzt in seinen Briefen häufig logische Schlussfolgerungen, Bedingungssätze und Umkehrschlüsse. Sprachlich ist das sehr schlicht, gedanklich aber nicht ganz so einfach.

Was will er uns nun sagen? Gottesgemeinschaft und Sünde schließen einander aus. Daran ändern auch nichts anders lautende Lippenbekenntnisse. Möglicherweise gab es damals Leute, die meinten, einen christlichen Lebenswandel mit gewissen Sünden vereinbaren zu können. In der Gemeinschaft mit Gott reinigt uns das Blut Jesu von unseren Sünden. Wir sind alle Sünder (ein Lügner, der etwas anderes behauptet), und wenn wir unsere Sünden zugeben, erfahren wir auch die Vergebung.

Heutzutage ist das Wort „Lügner“ ein ziemlich massiver Angriff. Aber vielleicht ist es gut, auch ein so hartes Wort einmal auf sich wirken zu lassen. Wer die Sünde klein macht, macht die Gnade klein. Wer die Gnade klein macht, macht Gott klein. Sünde kann man auch dann nicht tolerieren, wenn sie in ein argumentativ mildes Licht getaucht ist. Man kann und muss den Sündern gegenüber barmherzig sein, aber nie in Bezug auf ihre Sünde tolerant.