3. Mose 13
Dann sprach der HERR zu Mose und Aaron: „Wer eine Schwellung, einen Ausschlag oder einen hellen Fleck an seiner Haut hat, der sich zu einer ansteckenden Hautkrankheit entwickeln könnte, soll zum Priester Aaron oder zu einem seiner Nachkommen gebracht werden. Der Priester soll sich die befallene Stelle ansehen. Wenn die Haare an dieser Stelle hell geworden sind und die Hautveränderung tiefer zu gehen scheint, handelt es sich um eine ansteckende Hautkrankheit. Falls der Priester dies entdeckt, soll er den Betreffenden für unrein erklären.“
Ein weiterer wichtiger Passus des Gesetzes betrifft bestimmte Formen von Hautausschlag. Schuppenflechte, Lepra oder Ekzeme sind einige Möglichkeiten für die Krankheiten, die hier beschrieben werden. Traditionell werden diese Krankheiten unter dem Begriff „Aussatz“ zusammengefasst. Die Bibel differenziert nicht im medizinischen Sinn, wie wir es heute tun. Das „Aussatz“-Phänomen konnte sich auch auf Kleidung oder gar Gebäude erstrecken. In diesem Fall ist wohl an Schimmelbefall zu denken.
Wer eine solche Krankheit hatte, galt als unrein. Dies war für die Betroffenen eine Lebenskatastrophe. Sie waren damit aus der Gemeinschaft des Volkes ausgeschlossen, sofern sie nicht wieder genasen. Häufig kam es vor, dass Aussätzige chronisch erkrankten und keinen Zugang mehr zum Volk Gottes hatten. Die Ausgrenzung von Aussätzigen war noch weit radikaler als etwa die Distanz, die wir heute (schmerzlich genug!) manchmal zu AIDS-Kranken aufbauen.
