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Jeder Name zählt: Gedenkgottesdienst erinnert an Hamas-Opfer

Drei Jahre nach dem Hamas-Massaker will die Garnisonkirche den Opfern ein Gesicht geben. Bei einem Gedenkgottesdienst werden die Namen von Menschen verlesen, die in Israel und infolge des Krieges in Gaza ihr Leben verloren haben.

In der Potsdamer Garnisonkirche werden heute in einem Gedenkgottesdienst (Beginn: 18:30 Uhr) die Namen der Opfer des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober 2023 verlesen. Laut Kirchengemeinde sollen dadurch die Menschen und persönlichen Schicksale hinter den oft zitierten Opferzahlen sichtbar werden. Zudem soll im Rahmen der Feier auch an das Leid der Zivilbevölkerung im Gazastreifen erinnert werden, das in der Folge des Krieges entstanden ist. Die Gemeinde will aller Opfer gedenken und für ein Ende der Gewalt im Nahen Osten beten.

Am Bebelplatz in Berlin-Mitte fand bereits ab 15 Uhr die zentrale Gedenkveranstaltung zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel statt. Unter dem Motto „7. Oktober. Nie vergessen. Niemals schweigen.“ sprachen laut Ankündigung Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Israels Botschafter Ron Prosor, die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (CDU), sowie Noga Friedman, Witwe des am 7. Oktober 2023 gefallenen Soldaten Ido Rosenthal. Auch Angehörige von Geiseln sollten zu Wort kommen.

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Bitte um Frieden

Am Abend lädt die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in Charlottenburg um 18 Uhr zu einem interreligiösen Gedenkgottesdienst. Gemeinsam mit Vertretern der evangelischen, katholischen, jüdischen und muslimischen Gemeinden – darunter Bischof Christian Stäblein, Erzbischof Heiner Koch, Rabbiner Andreas Nachama, Imam Kadir Sanci und Pfarrerin Marion Gardei – wird der Opfer des 7. Oktobers gedacht. Im Mittelpunkt stehen gemeinsames Gebet, Klage und die Bitte um Frieden für die Hinterbliebenen und alle vom Terror Betroffenen.

Bei dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 ermordeten Kämpfer der Hamas über 1.200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 240 Israelis in den Gaza-Streifen. Der Überfall gilt als der schwerste Angriff auf israelisches Staatsgebiet in der Geschichte des Landes und als der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust. Das Massaker löste den Gaza-Krieg zwischen Israel und der Hamas aus.

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