Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Frank Kopania, hat seine Nahost-Reise beendet. Teil des Programms war nach EKD-Angaben ein Besuch der Gedenkstätte des Nova-Festivals.
Am 7. Oktober 2023 waren auf dem Festivalgelände und an anderen Orten im Süden Israels 1.139 Menschen durch die Hamas getötet worden. 363 davon beim Angriff auf das „Nova“-Festival. Viele weitere wurden verletzt und von der Hamas als Geiseln in den Gaza-Streifen verschleppt. „Das Leid des einen wird nicht kleiner, wenn wir das Leid des anderen anerkennen“, erklärte Kopania, der mit führenden Vertretern der christlichen Kirchen im Heiligen Land sprach.
Ein geplanter Solidaritätsbesuch in Taybeh, dem christlichen Dorf in der Westbank, das unter anhaltender Gewalt militanter jüdischer Siedler leidet, wurde den Angaben zufolge wegen eines Vorfalls in der Umgebung vom Reiseprogramm genommen. Nach einem Treffen mit dem Präsidenten der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt, betonte Kopania die Bedeutung des interreligiösen Austauschs.
Kopania hat zum 1. Juli die Nachfolge von Petra Bosse-Huber angetreten, die Ende Juni in den Ruhestand gegangen war. Der Auslandsbischof trägt nach eigenen Angaben die organisatorische Verantwortung für die Beziehungen zu den rund 100 mit der EKD verbundenen deutschsprachigen Gemeinden im Ausland und 60 Partnerkirchen.
Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, bei dem Hamas-Angriff seien mehr als 360 Menschen beim Festival und an anderen Orten in Israel ermordet worden. Das ist falsch. Mehr als 360 Opfer gab es alleine beim hamas-Angriff auf das Nova-Festival.
