Fenster zersplittert, Türen beschädigt, Fassaden attackiert: Innerhalb weniger Tage wurden fünf Leipziger Kirchen zum Ziel unbekannter Täter. Die Hintergründe geben bislang Rätsel auf.
In Leipzig sind innerhalb weniger Tage fünf Kirchen beschädigt worden. Dies hat die Polizeidirektion Leipzig mitgeteilt. Betroffen waren demnach Gotteshäuser in der Torgauer Straße, der Georg-Schwarz-Straße, der Karlsruher Straße, der Hans-Poeche-Straße und der Jacobstraße.
Nach Angaben der Polizei wurden Türen, Fensterscheiben und teilweise auch Fassaden beschädigt. An einer Kirche wurde eine Tür in Mitleidenschaft gezogen, an anderen Gebäuden gingen mehrere Scheiben zu Bruch. Womit die Täter die Schäden verursachten, ist bislang nicht bekannt. Aufgrund der Ähnlichkeit der Fälle vermutet die Polizei einen Zusammenhang zwischen den Angriffen, berichtet die Antenne Sachsen.
Die Vorfälle ereigneten sich zwischen dem 21. und 25. Oktober. Die Polizei hat in allen fünf Fällen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.
Zahlreiche Fälle in Sachsen dokumentiert
Eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes, über die der MDR im August 2025 berichtete, kam für die vorangegangenen zwölf Monate auf 67 von Kirchen gemeldete Fälle von Sachbeschädigung in Sachsen: 55 bei der evangelischen Landeskirche und zwölf beim katholischen Bistum Dresden-Meißen. So legte im Februar 2025 ein Mann Feuer an zwei Kirchen in Wurzen im Landkreis Leipzig. Der Sachschaden belief sich auf rund 2.000 Euro.
Anfang Juni 2026 ritzten Unbekannte laut Leipziger Volksanzeiger die Worte „Fuck a fake God“ in eine Tür zur Sakristei in der Marienkirche in Stötteritz. Außerdem wurden eine Tür und eine Scheibe beschädigt.
