Für jeden zweiten Bundesbürger zählt der Besuch von Kirchen und Klöstern zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten. Dabei werden Gotteshäuser aber eher als eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten betrachtet und weniger als Orte des Glaubens.
Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge, die am Dienstag in Köln vorgestellt wurde.
Zu den intensiven Erinnerungen an einen Kirchenbesuch gehörten vor allem die beeindruckende Architektur, aber auch die besondere Atmosphäre mit Kerzen, Orgelmusik und Weihrauch, sagte Wolfgang Isenberg von der Thomas-Morus-Akademie. Die Akademie hatte die Studie zusammen mit der Uni Paderborn erstellt.
Nach den Ergebnissen der Studie, für die 1.709 zufällig ausgewählte Bundesbürger am Telefon befragt wurden, kann sich jeder Dritte vorstellen, einmal Urlaub im Kloster zu machen. 67 Prozent der Befragten hatten bereits von Angeboten von Klöstern gehört, in denen Urlauber als zahlende Gäste übernachten können.
Doch nur fünf Prozent gaben an, eine Urlaubsreise zu unternehmen, um religiöse oder spirituelle Erfahrungen zu machen. Dennoch könne ein Kirchenbesuch am Urlaubsort eine Brücke zum Glauben schlagen, sagte Professor Albrecht Steinecke von der Universität Paderborn: «Die Frage ist nur, wie man als Kirche damit umgeht.»
(Quelle: epd)
