1. Mose 12
Dann befahl der HERR Abram: „Verlass deine Heimat, deine Verwandten und die Familie deines Vaters und geh in das Land, das ich dir zeigen werde! Von dir wird ein großes Volk abstammen. Ich will dich segnen und du sollst in der ganzen Welt bekannt sein. Ich will dich zum Segen für andere machen. Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen. Alle Völker der Erde werden durch dich gesegnet werden.“
Wiederum sind einige Generationen vergangen (nachzulesen in 1. Mose 11,10-32). Nun nimmt die Bibel wieder eine kleine Personengruppe in den Fokus – unter ihnen den Durchschnittsmenschen Abram. Er war ein Familienvater mit Viehwirtschaft, davon gab es damals Tausende. Er lebte ursprünglich in Ur im Südosten Mesopotamiens (heute Irak). Sein Vater hatte sich dann mit dem Rest der Familie aufgemacht, um in das Land Kanaan (heute Israel bzw. Palästina) zu ziehen. Das war eine ganz schöne Strecke. Irgendwie wurde es ihm dann wohl zu lang und er ließ sich auf halbem Wege in Haran nieder. Hier nimmt – offenbar anlasslos – Gott mit Abram Kontakt auf.
Gott will, dass Abram die unvollendete Wanderschaft seines Vaters wieder aufnimmt und nach Kanaan zieht. Gott verspricht Abram dafür allerhand: reichlich Nachkommen (das Prestigesymbol damals), hohe Prominenz, umfangreichen Einfluss und dazu auch noch seinen persönlichen Schutz. Was will man mehr? Das dachte sich wohl auch Abram, und er zieht mit seiner Familie auch gehorsam an den angegebenen Ort. Dort angekommen, bekommt Abram noch eine Zusage Gottes als Sahnehäubchen obendrauf: Das Land Kanaan sollte seinen Nachkommen gehören.
