Tag 35

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2. Mose 11

Mose kündigte dem Pharao an: „So spricht der HERR: ,Um Mitternacht werde ich durch Ägypten gehen. Dann werden alle erstgeborenen Söhne der Ägypter sterben, vom ältesten Sohn des Pharaos, der auf dem Thron sitzt, bis zum ältesten Sohn einer Sklavin, die mit der Handmühle Korn mahlt. Auch alle erstgeborenen Tiere werden sterben.‘“ … Der HERR hatte nämlich zu Mose gesagt: „Der Pharao wird nicht auf euch hören, damit ich in Ägypten viele Wunder tun kann.“ Obwohl Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao vollbracht hatten, verhärtete der HERR sein Herz, sodass der Pharao die Israeliten nicht aus seinem Lande ziehen ließ.

Der vorläufige traurige Höhepunkt der Plagenserie steht bevor. Bemerkenswert: Es war keineswegs so, dass das Volk oder gar der Ministerstab Mose um der Plagen willen hasste. Das Gegenteil war der Fall. Das änderte allerdings nichts am Starrsinn des Pharaos oder rief ihn – menschlich gesprochen – vielleicht sogar hervor.

Was Gott nun ankündigt, ist ein ebenso düsteres wie spektakuläres Geschehen. Gott wird alle Erstgeburt – Mensch wie Tier – in einer Nacht auslöschen, ausgenommen die Erstgeburt der Israeliten. Dennoch bleibt das Herz des Pharaos hart. Geheimnisvoll auch: Gott verhärtet das Herz des Pharaos, damit er in Ägypten viele Wunder tun kann. Die Verantwortlichkeit des Menschen und das Tun Gottes sind auch bei bösen Taten und Gedanken nicht voneinander zu unterscheiden. Der Mensch bleibt voll verantwortlich, auch wenn Gott selbst die Verhärtung bewirkt. Mit Logik ist dem nicht beizukommen. Gott hat mit diesem Handeln ein Ziel: seine Macht in Ägypten zu demonstrieren.