3. Mose 23
Und der Herr sprach zu Mose: „Gib den Israeliten folgende Anweisungen: ,Am 15. Tag des siebten Monats soll das Laubhüttenfest beginnen. Ihr sollt es sieben Tage lang für den Herrn feiern. Haltet am ersten Tag, an dem eure alltägliche Arbeit ruhen soll, eine heilige Festversammlung ab. An jedem der sieben Festtage sollt ihr für den Herrn ein Opfer auf dem Altar verbrennen. Am achten Tag sollt ihr euch erneut zu einer heiligen Festversammlung einfinden und für den Herrn ein Opfer darbringen. Auch an diesem Tag sollt ihr keiner Arbeit nachgehen.‘“
Der israelitische Glaube war keineswegs eine düstere Religion. Die Israeliten wussten zu feiern, und Gott lieferte ihnen dafür den Anlass und die Berechtigung. Sinn der Feiern war, immer wieder an den HERRN erinnert zu werden. Da der Mensch ein schlechtes Gedächtnis hat, musste das mehrmals im Jahr wieder aufgefrischt werden.
Vom Passahfest hatten wir schon zuvor gelesen. (Später gab es noch ein Ersatz-Passahfest für die, die am eigentlichen Fest nicht teilnehmen konnten – 4. Mose 9,10-12.) Unmittelbar im zeitlichen Anschluss an das Passahfest wurde das Fest der ungesäuerten Brote eingeführt, bei dem man sich durch tägliche Opferfeiern an die Rettung aus Ägypten erinnerte. Inbegriffen war auch ein Fest zum Erntebeginn, bei der die ersten Früchte des Feldes dem HERRN dargebracht wurden.
Das eigentliche Erntefest, auch Wochenoder Pfingstfest genannt, wurde sieben Wochen nach Darbringung der Erstlingsgarbe gefeiert. (An diesem Tag geschah dann später zur Zeit der ersten Christen die Ausgießung des Heiligen Geistes.) Am meisten dürften sich die Israeliten auf das Laubhüttenfest gefreut haben. Zur Erinnerung an die Wüstenzeit lebten die Israeliten für eine Woche in Zelten aus Laub. Gleichzeitig war es das Fest der Weinlese. Es hatte von allen Festen den stärksten „Volksfestcharakter“.
