Tag 336

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Römer 6

Unser früheres Leben wurde mit Christus gekreuzigt, damit die Sünde in unserem Leben ihre Macht verliert.

Nun sind wir keine Sklaven der Sünde mehr. Denn als wir mit Christus starben, wurden wir von der Macht der Sünde befreit. Und weil wir mit Christus gestorben sind, vertrauen wir darauf, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen, dass Christus von den Toten auferstand und nie wieder sterben wird. Der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Er starb ein für alle Mal, um die Sünde zu besiegen, und nun lebt er für Gott. Deshalb haltet daran fest: Ihr seid für die Sünde tot und lebt nun durch Christus Jesus für Gott! Lasst nicht die Sünde euer Leben beherrschen; gebt ihrem Drängen nicht nach. Lasst keinen Teil eures Körpers zu einem Werkzeug für das Böse werden, um mit ihm zu sündigen. Stellt euch stattdessen ganz Gott zur Verfügung, denn es ist euch ein neues Leben geschenkt worden. Euer Körper soll ein Werkzeug zur Ehre Gottes sein, so dass ihr tut, was gerecht ist! Die Sünde hat die Macht über euch verloren, denn ihr steht nicht mehr unter dem Gesetz, sondern seid durch Gottes Gnade frei geworden.

Bedeutet das, dass wir weiter sündigen dürfen, weil Gottes Gnade uns vom Gesetz befreit hat? Natürlich nicht! Erkennt ihr denn nicht, dass ihr immer der Sklave dessen seid, dem ihr gehorcht? Ihr könnt die Sünde wählen, die in den Tod führt, oder ihr könnt Gott gehorchen und seine Anerkennung bekommen. Gott sei Dank! Denn früher wart ihr Sklaven der Sünde, doch nun habt ihr euch von ganzem Herzen der neuen Lehre unterstellt, die Gott euch gegeben hat. Jetzt seid ihr frei von der Sünde und dient stattdessen der Gerechtigkeit.

Wir wissen, dass Jesus unsere Schuld stellvertretend auf sich genommen hat. Wir wissen das im Glauben, im Vertrauen in ihn. Unsere Schuld ist nun wirklich verschwunden. Weil wir daran glauben, sind wir von der Schuld befreit. Nun stellt sich aber die Frage: Was ist mit den Sünden, die ich jetzt als Christ noch begehe?

Der Römerbrief beschreibt einen Herrschaftswechsel: Bevor wir an Jesus glaubten, standen wir unter der Herrschaft der Sünde. Wir hatten keine andere Möglichkeit, als zu sündigen. Wir mussten der Sünde dienen. Jetzt ist Jesus Christus unser Herr. Christus ist kein Sklavenhalter, wie es die Sünde in unserem Leben war. Er zwingt uns nicht dazu, ohne Sünde zu leben, er gibt uns aber die Möglichkeit, ohne Sünde zu leben, die wir vorher nicht hatten. Doch haben wir damit natürlich gleichzeitig die Möglichkeit, auch zu sündigen. Ein sündloses Christsein gibt es nicht.

Heiligung heißt, immer mehr dem Herrn zu gehorchen und immer weniger das zu tun, was der Sünde dient. Was das ist, wird uns im Laufe unseres Lebens nach und nach durch den Geist Gottes deutlich. Da geht Gott ganz pädagogisch mit uns um. Allerdings muss uns immer bewusst sein, dass es bei Sünde nicht nur um Einzeltaten geht, sondern darum, die Gemeinschaft mit Gott zu verlieren. Sünde heißt also nicht in erster Linie, bestimmte Dinge zu tun, sondern aus dem verbindlichen Leben mit Gott auszubrechen.

Unter der Herrschaft Christi zu leben ist dabei keine Sache, die man einmal „geschnallt“ hat, sondern es ist eine Lebensaufgabe, das einzuüben.