Tag 103

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1.Samuel 2 ab V.12 in Auszügen

Elis Söhne waren niederträchtige Männer, die keine Achtung vor dem HERRN hatten.

Der junge Samuel diente vor dem HERRN und trug den leinenen Priesterschurz. Eli war mittlerweile sehr alt, doch er war sich darüber im Klaren, was seine Söhne dem ganzen Volk Israel antaten. Er wusste, dass sie mit den jungen Frauen schliefen, die am Eingang vom Zelt Gottes Dienst taten. Eli sagte zu ihnen: „Ich habe von den Leuten über die schlimmen Dinge, die ihr macht, gehört. Warum tut ihr so etwas? Ihr müsst damit aufhören, meine Söhne! Die Berichte, die ich über euch im Volk des HERRN höre, sind nicht gut.“ Aber Elis Söhne wollten nicht auf ihren Vater hören, denn der HERR hatte bereits beschlossen, sie zu töten.

Eines Tages kam ein Prophet zu Eli und sagte zu ihm: „So spricht der HERR … Ich will dir und deiner Sippe ein Ende setzen, und niemand aus deiner Sippe wird alt werden. Und als Zeichen für dich, dass dies alles eintreten wird, werden deine beiden Söhne Hofni und Pinhas am selben Tag sterben!“

Hätte Hanna das gewusst, hätte sie es sich mit ihrem Gelübde vielleicht noch einmal überlegt: Die Priesterfamilie, in die Hanna ihr Kind hineingegeben hatte, war alles andere als musterhaft. Die Söhne des Priesters nahmen unberechtigt Opferfleisch für sich und gingen mit den weiblichen Tempel-Angestellten ins Bett. Eli beteiligte sich zwar nicht direkt an diesem Treiben, hatte aber auch nicht den Schneid, dagegen viel auszurichten. Seine antriebslose Einstellung wird ihm von Gott zum Vorwurf gemacht. Ein Prophet kündet das Gericht für das Haus Eli an.

So hart das klingt: Es gibt hoch angesehene christliche Familien oder Einzelpersonen, bei denen es moralisch zugeht wie bei Hempels unterm Sofa. Hin und wieder ist man dann er-

schüttert über Skandale, die ans Tageslicht kommen. Aber es gibt auch Vergehen, von denen keiner etwas mitbekommt und die die Betreffenden hinter einer Fassade verstecken und mit ins Grab nehmen. Man kann Gott nur ernstlich bitten, einen selbst davor zu bewahren, moralisch zu fallen und dies dann hinter einer christlichen Maske zu verstecken.