Tag 102

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1. Samuel 1

Als das Kind entwöhnt war, brachte Hanna es zum Heiligtum des HERRN in Silo. Sie nahm auch einen dreijährigen Stier mit, dazu ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein. Der Junge war aber noch sehr klein. Nach der Schlachtung des Stiers brachten sie das Kind zu Eli. „Verzeih, mein Herr“, sagte Hanna. „So wahr du lebst: Ich bin die Frau, die hier bei dir stand und zum HERRN betete. Ich habe den HERRN gebeten, mir dieses Kind zu schenken, und er hat meine Bitte erfüllt. Jetzt gebe ich ihn dem HERRN und er soll ihm sein ganzes Leben lang gehören.“ Und sie beteten dort den HERRN an. Hanna betete: „Mein Herz freut sich am HERRN! Der HERR hat mir neue Kraft gegeben! Jetzt lache ich über meine Feinde; ja, ich freue mich über deine Hilfe.“

In der Tat erhört Gott das Gebet unmittelbar (da hatte es in Bezug auf unfruchtbare Frauen in der Bibel schon andere Wartezeiten gegeben …) und Samuel kommt schließlich zur Welt. Hanna behält den Jungen so lang bei sich, bis er nicht mehr gestillt werden musste. Dann löst sie ihr Versprechen ein und übergibt ihr Kind den Priestern, damit es im Tempel aufwachsen sollte.

Stellen wir uns das nicht zu locker vor: Bestimmte Gehorsamsschritte Gott gegenüber sind auch von den frömmsten Menschen emotional nicht so einfach zu verkraften – gerade wenn es um die Trennung von geliebten Menschen geht. Wenn man aber um die Richtigkeit des Schrittes weiß, weil man Gott vertraut, kann man dankbar werden und sogar den Herrn loben und sich in ihm freuen, wie Hanna es tat.

Im Übrigen wurden ihr später noch fünf weitere Kinder geboren. Gott hat ihr also – rein quantitativ betrachtet – mehr als das erstattet, was sie ihm dargebracht hatte.