Tag 125

0

2. Samuel 6

Doch als sie zur Tenne von Nachon kamen, stolperten die Rinder und Usa streckte die Hand aus, um die Lade Gottes festzuhalten. Da wurde der HERR zornig auf Usa, weil er das getan hatte, und Gott tötete ihn, sodass er dort neben der Lade des HERRN starb. David war empört, dass der HERR Usa so aus dem Leben gerissen hatte. Er nannte den Ort Perez-Usa. Diesen Namen trägt er noch heute.

David hat den Dauerfeind, die Philister, mal wieder besiegt. Zur Feier des Tages beschloss man, die Bundeslade, die sich bislang an einem eher abgelegenen Ort befunden hatte, ins neue Zentrum nach Jerusalem zu bringen. Und das tat man dann auch mit Pauken und Trompeten, allerdings nicht mit der nötigen Vorsicht. Auf dem Weg strauchelten die Rinder, die den Wagen mit der Bundeslade zogen. Dabei fiel diese beinahe herunter, hätte sie Usa nicht festgehalten. Das war sicherlich gut gemeint, dennoch musste Usa sterben.

Das ist eine der Stellen in der Bibel, wo man der Ansicht sein kann, dass Gott grausam ist. Usa wollte doch nur das Beste. Und selbst David war empört, dass der HERR Usa aus dem Leben genommen hatte. Ein solches Ereignis kann man nicht wegharmonisieren, damit man wieder mit seiner Vorstellung von Gott im Reinen ist. Gott ist eben heilig und – auch in buchstäblichem Sinn – unantastbar. Und er ist eben kein Mensch und handelt nicht nach Menschenart. Es gehört zum Glaubensleben, ihm trotz solcher Zumutungen zu vertrauen.