1. Mose 6
Die Menschen waren böse und gewalttätig. Gott sah auf die Erde, und sie war voller Verbrechen, denn die Menschen handelten böse. Deshalb sprach Gott zu Noah: „Ich habe beschlossen, alle Lebewesen auszulöschen, denn die Erde ist ihretwegen voller Gewalt. Ich will sie zusammen mit der Erde vernichten! Bau ein Schiff aus harzhaltigem Holz und dichte es innen und außen mit Teer ab. Bau anschließend Decks und Räume ein.“
Eine ganze Reihe von Generationen sind vergangen (im Zeitraffer nachzulesen in 1. Mose 5), als der nächste bemerkenswerte Eingriff Gottes geschieht. Die Sünde hat sich manifestiert, fortgepflanzt, sodass auf der Erde eine durch und durch gottlose Gesinnung herrschte. Offenbar war Noah der Einzige, für den dies nicht galt und der die Gemeinschaft mit Gott suchte. Das Erschütternde an der Noah-Geschichte ist die Gottlosigkeit der Menschen. Sie scheinen sich gegen ihren Schöpfer aufzulehnen, wissen gar nichts mehr von ihm und wollen auch gar nichts mehr von ihm wissen. Das war aber nicht nur zur Zeit Noahs so. Auch zur heutigen Zeit kann man sicherlich Parallelen ziehen.
Was die gottlosen Menschen betrifft, hat Gott es offenbar satt. Er beschließt die Vernichtung der Erde durch eine große Flut. Die Noah-Geschichte zeigt, dass der Mensch Gott aus der Schule gelaufen ist, Gott aber die Kontrolle nicht verloren hat. Hier tritt erstmals auf, was sich in der Bibel später noch öfter findet: Rettung mitten im schlimmsten Gericht.
