1. Mose 8
Da verließen Noah, seine Frau, seine Söhne und deren Frauen das Schiff, und alle Tiere und Vögel mit ihnen. Dann errichtete Noah dem HERRN einen Altar und brachte darauf je eines von allen reinen Tieren und allen reinen Vögeln als Brandopfer dar. Dem HERRN gefiel das Opfer und er sprach zu sich: „Nie mehr will ich um der Menschen willen die Erde verfluchen und alles Lebendige vernichten, so wie ich es gerade getan habe, auch wenn die Gedanken und Taten der Menschen schon von Kindheit an böse sind. Solange die Erde besteht, wird es Saat und Ernte geben, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
Ein Wissen um eine Flut in solchen Ausmaßen sowie die Geschichte von einem Mann, der diese Flut in einem Schiff überlebt, gibt es in vielen Völkern, allerdings nicht mit derselben Deutung, wie sie die Bibel bietet.
Noah, seine Familie und die an Bord befindlichen Tiere sind nämlich nicht einem blinden Schicksal überlassen. „Gott dachte an Noah“ (8,1) und genau das führte dazu, dass das Wasser nach 150 Tagen zu sinken begann. Auch wenn die Erde in jüngerer Vergangenheit von mehreren Flutkatastrophen heimgesucht wurde, so weist doch keine auch nur ansatzweise solche zeitlichen Dimensionen auf.
Immerhin endet das 8. Kapitel auch mit tröstlichen Worten für die Nachwelt: Gott verspricht, dass er nicht mehr alles Lebendige vernichten wird und dass er von nun an den regelmäßigen Ablauf der Jahreszeiten garantiert.
