1. Könige17
UndEliaausTischbe in Gilead sagte zu Ahab: „So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt – der Gott, dem ich diene: Die nächsten Jahre wird weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, ich ordne es an!“ Dann sprach der HERR zu Elia: „Geh von hier weg und ziehe nach Osten und versteck dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Trink aus dem Bach. Den Raben habe ich befohlen, dich zu versorgen.“ Elia machte sich auf und tat, was der HERR ihm befohlen hatte, und blieb am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Die Raben brachten ihm morgens und abends Brot und Fleisch und er trank aus dem Bach. Doch nach einer Weile trocknete der Bach aus, denn im Land fiel kein Regen mehr.
Die Nachfolger Jerobeams und Rehabeams machten es, mit einer Ausnahme, zunächst nicht besser. So herrschte weiterhin der Götzendienst, als dann (ein halbes Jahrhundert und sieben Nordreich-Könige später) zur Regierungszeit Ahabs plötzlich ohne große Einführung der Prophet Elia auf den Plan tritt. Die erste Amtshandlung: eine einsilbige Wettervorhersage im Beisein des Königs.
Man muss dazu wissen, dass Ahab und seine berüchtigte Gattin Isebel mit dem HERRN nicht viel am Hut hatten und den Götzendienst zur Hochblüte trieben. Und diesem gottlosen König wird im Namen Gottes eine Dürrekatastrophe angekündigt. Kein Wunder, dass Gott dem Elia erst einmal rät, das Weite zu suchen. In der Tat wird Ahab später Elia die Schuld an der Trockenheit zuweisen. Elia findet ein Versteck. Wie im Märchen versorgen ihn dort Raben mit Proviant und ein Bach mit der nötigen Flüssigkeit. Und dann versiegt der Bach: ein Beweis für das Eintreffen der Wetterprognose und ein Zeichen dafür, dass Elia nun anderweitig tätig werden muss.
Wer im Namen Gottes Unpopuläres verkündigen muss, merkt sehr schnell den Gegenwind. Es ist auch für die Psyche etwas anderes, als feuriger Prediger in den eigenen Reihen Beifall zu bekommen, als als feuriger Prophet sich vor den Mächtigen verstecken zu müssen. Gott lässt einen nicht im Stich, das lesen wir hier. Doch auch die Ruhepause, die dem Propheten vergönnt ist, dauert nicht ewig. Er muss das Versteck wieder verlassen.
