Tag 176

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Psalm 121

Ein Lied für die Pilgerfahrt nach Jerusalem.

Ich schaue hinauf zu den Bergen – woher wird meine Hilfe kommen?

Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird nicht zulassen, dass du stolperst und fällst; der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Israel behütet,
wird nicht müde und schläft nicht.

Das ist ein Loblied auf die Rundumversorgung Gottes. Heute werben Versicherungen mit „Schutzengeln“, doch Gott hat eine viel umfassendere Versicherung für uns, einen Tagund Nachtschutz. Er schläft nicht, sorgt dafür, dass weder Tag noch Nacht uns etwas anhaben können, und behütet uns, wenn wir kommen und gehen – gemeint ist hier das Herausgehen aus dem Stadttor zum Verrichten der täglichen Arbeit sowie die Rückkehr.

Keine Frage, es gibt Phasen in unserem Leben, da tut so ein Psalm einfach gut und ist wie Öl in den Wunden unserer Lebensangst. Wir werden doch täglich daran erinnert, dass Gefahr besteht. Menschen aus unserer Umgebung sterben oder werden krank, andere sind in Trauer, wieder andere werden arbeitslos oder gehen pleite, werden zum Alkoholiker oder müssen in eine Nervenklinik, Familien zerbrechen und, und, und. Und selbst wenn wir ganz beziehungslos wären, vermitteln doch die Medien genug Dinge, die einen verunsichern. Das alles lässt uns nicht unberührt. Auch als Christen nicht. Aber dies ist eben nicht das letzte Wort über unserem Leben, denn das wird von Gott gesprochen – und das ist gut so. Er meint es gut mit uns. So ein Psalm erinnert uns daran, baut uns wieder auf und kann uns in unsere Lebens-Verunsicherung erlösende Worte zusagen.