Psalm 150
Halleluja!
Lobt Gott in seinem Heiligtum, lobt ihn in seiner himmlischen Wohnung! Lobt ihn für seine mächtigen Taten, lobt ihn in seiner unvergleichlichen Größe! Lobt ihn mit dem Klang der Posaune,
lobt ihn mit Harfe und mit Zither!
Lobt ihn mit Tanz und Tamburin, lobt ihn mit Saiteninstrumenten und Flöten! Lobt ihn mit klingenden Zimbeln,
lobt ihn mit dem Klang lauter Zimbeln. Alles, was atmet, lobe den Herrn! Halleluja!
Es hat in der Kirchengeschichte schon manche Bewegung gegeben, die die Musik in der Kirche auf kleiner Flamme halten wollte. Dabei hat jede Generation ihre eigenen Streitigkeiten auszutragen. Dort geht es dann um Musikstile, Instrumente, Liedgut etc. Doch solche Scharmützel sind nicht das, was die Kirche im Wesentlichen weitergebracht hat. Vielmehr haben später oft genug zurückschauende Generationen über solcherlei Streitigkeiten den Kopf geschüttelt.
Das würde wohl auch für den Psalmisten gelten, wenn er nach vorne geschaut hätte. Denn dieser Psalm klingt nicht so nüchtern, wie es manche gerne hätten. Er fordert nämlich auf, zum Lob Gottes aus allen Rohren zu schießen. Das ist keineswegs eine Auflistung aller möglicherweise zugelassenen Instrumente. Und es deutet auch nichts darauf hin, dass gewisse Musikstile bevorzugt werden.
Unser Musikgeschmack ist etwas sehr Persönliches: Der eine liebt Klassik, der zweite Volksmusik, der dritte Hip-Hop. Wir dürfen aus der Tiefe unserer Seele Gott loben mit der Musik, die aus unserem Herzen kommt.
