Tag 284

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Johannes 6

Jesus erwiderte: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie wieder hungern. Wer an mich glaubt, wird nie wieder Durst haben. Doch ihr habt nicht an mich geglaubt, obwohl ihr mich gesehen habt. Alle aber, die der Vater mir gegeben hat, werden zu mir kommen, und ich werde sie nicht zurückweisen oder hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, um den Willen Gottes zu tun, der mich gesandt hat, und nicht, um zu tun, was ich selbst will. Und es ist der Wille Gottes, dass ich von allen, die er mir gegeben hat, auch nicht einen verliere, sondern sie am letzten Tag zum ewigen Leben auferwecke. Denn mein Vater will, dass alle, die seinen Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben – und dass ich sie am letzten Tag auferwecke.“

Die sogenannten „Ich bin“-Worte sind schon bemerkenswert steil, wenn wir bedenken, dass die Zeitgenossen Jesu davon ausgehen mussten, dass es sich bei Jesus um einen normalen Menschen handelt. So ist es auch bei diesem „Brot-Wort“.

Wunder lässt sich der Mensch ja noch gerne gefallen. Dass das aber mit einem Anspruch verbunden ist, wird als Anmaßung empfunden. Aber Jesus ist nun einmal kein unverbindlicher Unterhaltungskünstler.

Völlig unverständlich wird es für die Leute, wenn Jesus davon spricht, dass er ihnen sein Fleisch zu essen gibt. Das Abendmahl war schließlich noch nicht eingesetzt. Letztlich ist auch nicht gemeint, dass man durch die Teilnahme an einem Abendmahl das ewige Leben bekommt, sondern dass Jesus durch seine Person ewiges Leben spendet.

Das ist, um im Bild des Essens zu bleiben, selbst für die Jünger schwer zu verdauen. Die Treue zu Jesus steht hier auf der Kippe. Allerdings erkennt Simon, dass es zu Jesus keine Alternative gibt.