Tag 40

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2. Mose 20

Dann sprach Gott folgende Worte:

„Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.

Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.

Du sollst dir kein Götzenbild anfertigen von etwas, das im Himmel, auf der Erde oder im Wasser unter der Erde ist. Du sollst sie weder verehren noch dich vor ihnen zu Boden werfen, denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott! Ich lasse die Sünden derer, die mich hassen, nicht ungestraft, sondern ich strafe die Kinder für die Sünden ihrer Eltern bis in die dritte und vierte Generation. Denen aber, die mich lieben und meine Gebote befolgen, werde ich bis in die tausendste Generation gnädig sein.

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen. Denn der HERR wird jeden bestrafen, der seinen Namen missbraucht.

Denk an den Sabbat und heilige ihn. Sechs Tage in der Woche sollst du arbeiten und deinen alltäglichen Pflichten nachkommen, der siebte Tag aber ist ein Ruhetag für den HERRN, deinen Gott. An diesem Tag darf kein Angehöriger deines Hauses irgendeine Arbeit erledigen. Das gilt für dich, deine Söhne und Töchter, deine Sklaven und Sklavinnen, dein Vieh und für alle Ausländer, die bei dir wohnen. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin und darauf ist, erschaffen; aber am siebten Tag hat er geruht. Deshalb hat der HERR den Sabbat gesegnet und für heilig erklärt.

Ehre deinen Vater und deine Mutter. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der HERR, dein Gott, dir geben wird.

Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht die Ehe brechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst keine falsche Aussage über einen deiner Mitmenschen machen.

Du sollst den Besitz deines Nächsten nicht begehren: weder sein Haus, seine Frau, seinen Sklaven, seine Sklavin, sein Rind, seinen Esel oder sonst etwas, das deinem Nächsten gehört.“

Unter majestätischen Begleiterscheinungen wie Posaunenklang und heftigem Gewitter (2. Mose 19) offenbart Jahwe am Sinai dem Mose (und damit dem ganzen Volk Israel) seinen Willen, darunter die Zehn Gebote.

Die Zehn Gebote sind didaktisch äußerst einprägsam und bringen im Kern zum Ausdruck, was Gottes Absicht mit der Gabe seines Gesetzes ist (nämlich die Heiligung des Volkes, das heißt: ein Leben, das Gott gemäß ist). Dennoch sind die Zehn Gebote nicht isoliert zu betrachten. Sie sind eine Art Vorwort zum ganzen Gesetz Jahwes, welches dann auch mit Vers 22 weitergeht. Bis 2. Mose 23,19 verkündet Gott Verhaltensregeln für das Volk Israel, die später noch ergänzt werden.

Die ersten vier Gebote beziehen sich dabei auf die Beziehung zu Gott, die übrigen sechs auf das zwischenmenschliche Miteinander. Sie dokumentieren den grundsätzlichen Willen Gottes. Als Christen betrachten wir die Zehn Gebote vom Neuen Testament her, und zwar im Lichte dessen, was Jesus in der Bergpredigt und Paulus in seinen Briefen zum Gesetz als solches sagt.