2. Mose 20
Denk an den Sabbat und heilige ihn. Sechs Tage in der Woche sollst du arbeiten und deinen alltäglichen Pflichten nachkommen, der siebte Tag aber ist ein Ruhetag für den HERRN, deinen Gott. An diesem Tag darf kein Angehöriger deines Hauses irgendeine Arbeit erledigen.
Römer 14
Genauso ist es bei dem, der bestimmte Tage für heiliger erachtet als andere, während für einen anderen dagegen alle Tage gleich zählen. Entscheidend ist aber, dass jeder von dem überzeugt ist, was er denkt! Wer einen besonderen Tag auswählt, um den Herrn anzubeten, will ihn damit ehren.
Es macht einen bei näherer Betrachtung schon etwas stutzig, dass das Sabbatgebot unter den Zehn Geboten am ausführlichsten formuliert ist. Ist der Sabbat nicht eher eine luxuriöse Gabe Gottes an die Menschen als ein strenges Gebot? Das mag einem aus der Theorie heraus betrachtet so erscheinen, aber die umliegenden Völker kannten einen solchen Ruhetag eben nicht – und schon wieder war man als Israelit der Außenseiter. Hinzu kam: Man arbeitete 52 Tage weniger im Jahr, was – menschlich gesprochen – der volkswirtschaftlichen Leistung Israels auch nicht zuträglich war.
Das Neue Testament schenkt uns Freiheit im Umgang mit solchen Ruhetagen. Aber wir haben nicht die Freiheit, mit der Absicht Gottes hinter diesem Gebot locker umzugehen. Wenn heute die Ladenschlusszeiten zum Beispiel so ausgedehnt werden, dass von Ladenschluss beinahe kaum noch die Rede sein kann, bekommt ein solches Sabbatgebot wieder neuen Sinn. Vielleicht ist es für uns Christen genauso wichtig, ein solches Feiertagszeichen zu setzen – um unsertwillen und um Gottes willen.
