Josua 23
Josua, der inzwischen sehr alt war, rief alle Ältesten, Anführer, Richter und Heerführer Israels zusammen. Er sagte zu ihnen: „ … Deshalb bleibt dabei, alle Anweisungen genau zu befolgen, die im Gesetzbuch von Mose aufgeschrieben sind. Weicht nicht davon ab. Sorgt dafür, dass ihr euch nicht mit den anderen Völkern vermischt, die noch übrig geblieben sind. Verehrt ihre Götter nicht, schwört nicht bei ihrem Namen. Haltet euch stattdessen an den HERRN, euren Gott, wie ihr es bis heute getan habt. Wenn ihr euch jedoch von ihm abwendet und Mischehen mit den Überlebenden der Völker, die unter euch verblieben sind, eingeht, dürft ihr sicher sein, dass der HERR, euer Gott, sie nicht mehr weiter aus eurem Land vertreiben wird. Stattdessen werden sie euch zur Schlinge und zum Strick werden, zum ständigen Schmerz in eurer Seite und zum Dorn in euren Augen, bis ihr aus dem guten Land, das der HERR, euer Gott, euch gegeben hat, ausgelöscht sein werdet.“
Dies ist die Abschiedsrede Josuas. Er hatte seine Mission erfüllt. Das Land war erobert und auch unter die Stämme verteilt worden (diese sind in den vorhergehenden Kapiteln geographisch genau umschrieben). Ähnlich wie Mose lässt auch er ein Vermächtnis zurück.
Josua legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Gefahr der Vermischung durch Heirat mit den Völkern in der Umgebung. Eine solche Tendenz hat verheerende Folgen. Mit dem Ehepartner übernimmt man auch dessen Religion oder vermischt deren Inhalte mit dem eigenen Jahwe-Glauben zur Unkenntlichkeit. Man muss frühzeitig eine Grundsatzentscheidung treffen, dass so etwas nicht infrage kommt.
Auch kanaanäische Mütter hatten hübsche Töchter, und es gab sicher potenzielle kanaanäische Schwiegerväter, die wohlhabend waren. Auch verschaffte eine Ehe mit einer (oder einem) Einheimischen womöglich noch soziale Vorteile. Dennoch schnippelt man damit gewaltig am Tischtuch der JahweGemeinschaft. Die Ehe ist die engste denkbare Verbindung zwischen Menschen; in ihr werden Glaubensvorstellungen unweigerlich verändert.
