Tag 9

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1. Mose 3

Dann sprach er zu der Frau: „Mit großer Mühe und unter Schmerzen wirst du Kinder zur Welt bringen. Du wirst dich nach deinem Mann sehnen, doch er wird über dich herrschen.“

Und zu Adam sprach er: „Weil du auf deine Frau gehört und von der verbotenen Frucht gegessen hast, soll der Ackerboden deinetwegen verflucht sein. Dein ganzes Leben lang wirst du dich abmühen, um dich davon zu ernähren. Dornen und Disteln werden auf ihm wachsen, doch du musst dich vom Gewächs des Feldes ernähren. Dein ganzes Leben lang wirst du im Schweiße deines Angesichts arbeiten müssen, um dich zu ernähren – bis zu dem Tag, an dem du zum Erdboden zurückkehrst, von dem du genommen wurdest. Denn du bist aus Staub und wirst wieder zu Staub werden.“

Das Strafgericht fällt unterschiedlich aus. Die Schlange (aha, es gab sie also vorher wohl mit Füßen) muss nun auf der Erde kriechen. Die Frau wird von nun an Geburtswehen erdulden müssen, und Adam wird vom leitenden Angestellten des Gartens Eden zum selbstständigen Haupterwerbs-Landwirt in der rauen Welt. Und schließlich wird der Mensch wieder zu dem werden müssen, woraus er gemacht worden ist: Staub. Er wird sterben müssen.

Ist das nicht eine etwas harte Strafe für den Biss in eine Frucht?

Gegenüber der Sünde erscheint der Gott der Bibel uns modernen Menschen unglaublich pingelig. Dahinter steckt aber, dass Sünde – egal in welcher Form – die Gemeinschaft mit Gott zerbricht. Wer sündigt, steigt aus der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater aus. Man könnte sich härtere Vergehen vorstellen als das, was sich Adam und Eva haben zuschulden kommen lassen. Aber das spielt für Gott keine Rolle.

Man kann mit Gott nicht über die Höhe der Schuld und die Angemessenheit der Strafe feilschen. Die Antwort auf die Sünde ist auch nicht das Relativieren, nicht das Diskutieren über das Ausmaß der Sünde. Die Antwort auf die Sünde ist: das Annehmen der Gnade Gottes.