Für Studierende und Lehrende ist es ein einschneidender Schritt: Die STH Basel verliert ihre Akkreditierung. Was das konkret bedeutet und wie die Hochschule darauf reagieren will.
Die STH Basel, an der Studentinnen und Studenten Theologie studieren können, hat ihre Akkreditierung als universitäre Hochschule verloren. Die Hochschule hatte gegen eine entsprechende Verfügung des Schweizer Akkreditierungsrats Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt, war damit jedoch nicht erfolgreich. Auf eine Klage beim Bundesgericht verzichtet die Leitung, wie die Hochschule auf ihrer Homepage mitteilte. Damit ist der Verlust der Akkreditierung zum gestrigen 12. Oktober rechtskräftig. Die Verantwortlichen der STH wollen nun die verfügbaren Ressourcen in ein neues Akkreditierungsgesuch investieren, heißt es.
Die STH Basel war im Jahr 2022 unter Auflagen als Hochschule akkreditiert worden. Aus Sicht des Akkreditierungsrats wurden mehrere Auflagen jedoch „ungenügend erfüllt“. Dabei ging es unter anderem um die Verknüpfung von Strategie und Qualitätssicherung, die Nutzung erhobener Daten für Entscheidungen, Fragen der Gleichstellung sowie Prozesse bei der Evaluation von Lehrveranstaltungen. Die STH Basel schreibt dazu, dass die beanstandeten Punkte inzwischen überarbeitet worden seien. Zugleich betont die Hochschule, dass die Qualität von Forschung und Lehre im Akkreditierungsverfahren nicht infrage gestellt worden sei.
Mit dem Verlust der Akkreditierung darf sich die STH künftig nicht mehr als „Universitäre Theologische Hochschule“ bezeichnen und will daher vorübergehend den Namen „Wissenschaftliche Theologische Hochschule“ verwenden. Studienabschlüsse können weiterhin vergeben werden, ihre Anerkennung ist jedoch nicht mehr automatisch gewährleistet. Die Hochschule kündigt an, Studierende, Promovierende und Habilitierende in der Übergangszeit zu unterstützen und die Zusammenarbeit mit Partnerhochschulen auszubauen. Parallel bereitet sie bereits einen neuen Antrag auf Akkreditierung vor, heißt es.
