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„Weihnachten im Schuhkarton“: Hilfswerk wehrt sich gegen Kritik

Das christliche Hilfswerk Samaritan’s Purse weist die Kritik des Bistums Trier an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ zurück. In einem offenen Brief betont die Hilfsorganisation, die Geschenke seien kein Mittel zur Missionierung, sondern Ausdruck christlicher Nächstenliebe.

Die christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse hat in einem offenen Brief auf die Kritik des Bistums Trier an der Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ reagiert. Im Schreiben an Bischof Stephan Ackermann weisen die Vorständinnen Sylke Busenbender und Marina Nobiling den Vorwurf zurück, die Aktion nutze die Bedürftigkeit von Kindern „in erster Linie für missionarische Zwecke“.

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Nach Angaben der Organisation handelt es sich bei „Weihnachten im Schuhkarton“ nicht um ein Entwicklungsprojekt, sondern um eine Geschenkaktion. Ziel sei es, Kindern Freude zu schenken und ihnen Wertschätzung zu vermitteln. „Ein Geschenk soll einem Kind die größtmögliche Freude machen und ihm zeigen: Du bist ein von Gott geliebtes Kind“, erklärt Vorstandsvorsitzende Sylke Busenbender. Die Geschenke seien nicht an Bedingungen geknüpft, auch die Teilnahme am anschließenden Glaubenskurs „Die größte Reise“ sei freiwillig.

Debatte über Mission und Hilfe

Samaritan’s Purse widerspricht zudem der Einschätzung des Bistums, die Aktion sei nicht nachhaltig. Nachhaltigkeit zeige sich nicht nur in materiellen Verbesserungen, sondern auch in langfristigen Beziehungen und persönlicher Hoffnung, argumentiert die Hilfsorganisation. Als Beispiel verweist sie auf ein Netzwerk lokaler Gemeinden in Venezuela, das bei der Verteilung von Hilfsgütern nach Erdbeben geholfen habe. Zudem leiste Samaritan’s Purse „umfassende humanitäre und medizinische Hilfe in vielen Krisengebieten weltweit“.

„Wort und Tat gehören zusammen“

Die Organisation betont, sie verschweige ihre christliche Motivation nicht. Humanitäre Hilfe und Glaubensvermittlung seien aus ihrer Sicht keine Gegensätze. „Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe“, sagte Busenbender. Christlicher Glaube zeige sich sowohl in konkreter Nothilfe als auch im Weitergeben der eigenen Hoffnung. „Dazu gehört für uns Christen, von Jesus Christus zu sprechen.“

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