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Bischöfe fühlen sich von Trump „manipuliert“

Zwei Bischöfe haben sich öffentlich für ihre Teilnahme an einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump entschuldigt. Sie werfen dem Weißen Haus vor, ein gemeinsames Gebet politisch instrumentalisiert zu haben.

Am 22. Oktober trafen zwölf katholische Bischöfe im Weißen Haus mit Donald Trump zusammen. Im Oval Office beteten sie für den US-Präsidenten. Das Weiße Haus veröffentlichte ein kurzes Video über die Plattform X, das Margo Martin, Kommunikationsberaterin des Präsidenten, teilte.

Erzbischof Jeffrey Grob von Milwaukee hat jetzt in einer öffentlichen Entschuldigung („public apology“) sein Bedauern über die Teilnahme an dem Treffen ausgedrückt. Grob erklärt, er sei eingeladen worden, um im Weißen Haus gemeinsam mit elf weiteren Bischöfen über Themen wie Einwanderungspolitik, Visa für kirchliche Mitarbeiter und die Menschenwürde zu sprechen. Das Treffen sei von der konservativen Heritage Foundation organisiert worden. Nach einer rund 90-minütigen Besprechung mit verschiedenen Beratern seien die Bischöfe ins Oval Office geführt worden, wo ein gemeinsames Gebet mit dem Präsidenten stattfand.

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Erzbischof Grob: „Ich verspüre tiefe Traurigkeit.“

Der Erzbischof betont, seine Teilnahme habe keine Unterstützung für Trump, dessen Politik oder Partei bedeutet. Er habe gehofft, Anliegen der Kirche und der Betroffenen direkt vorbringen zu können. Gleichzeitig sei ihm signalisiert worden, dass es sich um eine vertrauliche Begegnung handeln werde. Die Bischöfe hätten einer öffentlichen Verbreitung von Fotos oder Videos nicht zugestimmt. „Ich verspüre tiefe Traurigkeit, nicht nur wegen des Leids, das ich verursacht habe, sondern auch wegen der Tatsache, dass etwas, das einer Gruppe religiöser Führer so heilig ist – das Gebet zu unserem himmlischen Vater –, auf diese Weise missbraucht wurde.“

In seiner Erklärung räumt Grob Fehler ein. Viele Gläubige hätten den Eindruck gewonnen, die Kirchenvertreter hätten sich kurz vor der US-Präsidentschaftswahl für politische Zwecke vereinnahmen lassen. Für den entstandenen Schaden bitte er die Gläubigen um Entschuldigung.

Ebenfalls sehr kritisch über das Treffen äußerte sich Bischof William Joensen (Des Moines). Er schrieb in einer Stellungnahme: „Ich wünschte, ich wäre klüger und weniger naiv gewesen, so wie jene, die unser Treffen für parteipolitische Zwecke ausgenutzt haben.“ Er bete dafür, künftig „umsichtiger und weiser zu handeln“. Er sei jedoch entschlossen, auch in Zukunft mit politischen Führungskräften auf allen Ebenen in Kontakt zu treten und für sie zu beten.

Erzbischof von Denver verteidigt Teilnahme

Erzbischof James Golka (Denver) verteidigte dagegen seine Teilnahme an dem Treffen im Weißen Haus, räumte jedoch ein, dass der Termin so kurz vor den Midterms-Wahlen kritische Fragen aufgeworfen habe. Er habe zunächst ein privates Treffen mit Trump erwartet, später jedoch damit gerechnet, dass Bilder des Treffens veröffentlicht werden könnten, sagte er gegenüber der Zeitung Denver Catholic.

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„Ich verstehe, dass viele Menschen das Video […] als Wahlempfehlung aufgefasst haben. Das war niemals meine Absicht“, betonte der Erzbischof. Es breche ihm das Herz, „dass Menschen zu Schaden gekommen sind und dass es Menschen gibt, die diesen Moment bewusst nutzen, um Zwietracht zu säen.“ Dies sei keine Frucht des Geistes, so Golka.

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QuelleC-Heute

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