Tag 47

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2. Mose 20

Du sollst nicht die Ehe brechen.

Matthäus 5

„Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: ,Du sollst nicht die Ehe brechen.‘ Ich aber sage: Wer eine Frau auch nur mit einem Blick voller Begierde ansieht, hat im Herzen schon mit ihr die Ehe gebrochen. Wenn dich also dein Auge – auch wenn es dein gutes Auge ist – zur Begierde verführt, reiß es heraus und wirf es weg! Besser, du verlierst einen Körperteil, als dass dein ganzer Körper in die Hölle geworfen wird.“

Seitensprünge gibt es öfter als Mord, aber auch da werden viele Leser dieser Texte nichts Handfestes aufzuweisen haben. Wenn dann aber das Seelenleben auf den Punkt gebracht wird, ist Begierde für viele durchaus ein Thema, und zwar ein schmerzliches.

Es ist eigentlich gar nicht groß erforderlich, Warnschilder vor Erotikfilmen, Telefonsex oder Internet-Pornographie aufzustellen. Das ist hier durch Jesus bereits deutlich geschehen. Das Problem ist, mit dem sexuellen Verlangen in sich selbst auch fertig zu werden.

Die Aussagen Jesu radikalisieren wieder das Gesetz. Auch wenn ich nicht mit der Frau meines Nachbarn im Bett war, bin ich schon aufgrund meiner ungezügelten Fantasie de facto ein Ehebrecher. Deshalb kann ich nur radikal gegen die Quelle des Übels vorgehen, nämlich gegen mich selbst. Aber auch das ist nur dann von Erfolg gekrönt, wenn wir es einsehen: Unser eigenes gesetzliches Bemühen, Gott zu gefallen, ist zum Scheitern verurteilt.

Im Übrigen ist dieses Thema (wie auch das Zorn-Thema) kein Problem einiger geistlich Zurückgebliebener, sondern eine Dauer-Versuchung fürs Leben. Sie kann uns schweren Schaden zufügen, aber auch immer wieder in Gottes Arme treiben.