Tag 61

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3. Mose 11

Dann sprach der HERR zu Mose und Aaron: „Gebt den Israeliten folgende Anweisungen: ,Von allen Landtieren dürft ihr diejenigen essen, die vollständig gespaltene Hufe oder Pfoten haben und wiederkäuen. Die folgenden hier genannten Wiederkäuer und Tiere, die gespaltene Hufe oder Pfoten haben, dürft ihr nicht essen: Das Kamel, denn es käut zwar wieder, hat aber keine gespaltenen Hufe. Es ist unrein für euch. Den Klippdachs, denn er käut zwar wieder, hat aber keine gespaltenen Pfoten. Er ist unrein für euch. Den Hasen, denn er käut zwar wieder, hat aber keine gespaltenen Pfoten. Auch er ist unrein für euch. Das Schwein, denn es hat zwar vollständig gespaltene Hufe, käut aber nicht wieder. Es ist unrein für euch. Das Fleisch dieser Tiere dürft ihr nicht essen und ihre Kadaver dürft ihr nicht berühren. Sie sind unrein für euch.“

Wir wollen auf unserer Reise durch die Bibel noch einige Besonderheiten aus dem Gesetz in Augenschein nehmen. Bekannt sind die vielfältigen Speisevorschriften. Bis heute kochen die Juden „koscher“, nach Vorschriften, die aus dem Gesetz des Alten Testaments abgeleitet werden.

Es fällt auf, dass die Auswahl der Tiere bei uns zumindest teilweise etwas anders ausfallen würde. Kein Schweinebraten, keine Hasenkeule – schade eigentlich für die Israeliten. Nun gut: Auf Adler (Vers 13), Fledermäuse (Vers 18) und Maulwürfe (Vers 30) hätten wir von uns aus schon verzichtet. Alles in allem hatten die Israeliten noch genug Fleisch zu essen. Nur die Kriterien der Auswahl erscheinen uns nicht so einsichtig (abgesehen von einer anderen Definition des Begriffs „Wiederkäuer“; und auch die Fledermaus ist für uns ja kein Vogel).

Manchmal mag da auch ein gewisser Hygienegedanke eine Rolle gespielt haben (Schweinefleisch war von Trichinenbefall bedroht). Im Übrigen bleiben aber die Fragen nach dem „Warum“ im Spekulativen hängen. Die Israeliten hatten nun ihre Liste, und jetzt musste sich ihr Gehorsam daran erweisen.