Tag 248

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Lukas 4

Einmal, als er in der Synagoge war, fing ein Mann, der von einem Dämon besessen war, an zu schreien: „Was willst du von uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist – der Heilige Gottes, den er gesandt hat.“ „Sei still!“, gebot Jesus dem Dämon. „Fahre aus dem Mann aus!“ Der Dämon warf den Mann vor den Augen der Menge zu Boden; dann fuhr er aus ihm aus, ohne ihn weiter zu verletzen.

Dämonenaustreibung (oder Exorzismus) ist ins Gerede gekommen. Nachdem der Öffentlichkeit einige haarsträubende Fälle zu Ohren gekommen sind, hat man beschlossen, diese Praxis als mittelalterlich abzutun. Gewiss hat es in diesem Bereich übelsten Missbrauch gegeben, dennoch sollte man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Auch die Bibel weiß von Exorzismen zu berichten, zumeist durch Jesus – wie in diesem Fall.

Es gibt Menschen, die sich bewusst dem Bösen aussetzen: zum Beispiel Satanisten oder Menschen, die okkulte Praktiken wie etwa spiritistische Sitzungen betreiben. Wir meinen oft, das gehöre ins Reich der Fantasie oder es handele sich um rein psychologische Phänomene. Aber das Böse ist Wirklichkeit. Wer sich ihm verschreibt, muss die Folgen tragen.

Dieser Mann ist buchstäblich nicht mehr Herr seiner selbst. Aber schon in dem, was er sagt, zeigt sich: Die dunklen Mächte wissen sehr wohl, dass Jesus stärker ist. Jesus kann den Dämon austreiben. Er zeigt damit, dass er auch über die bösen Geister Macht hat. Wir aber sollten mit dem Bösen auch als Christen vorsichtig umgehen. Wir müssen es ernst nehmen, und sollten uns andererseits auch nicht ohne weiteres berufen fühlen, selbst Dämonen auszutreiben. Letztendlich kann das auch heute nur der Herr – bestenfalls können wir dabei helfen, dass ein okkult Belasteter für das Wirken Gottes offen wird.