Tag 277

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Matthäus 13

Jesus benutzte noch ein anderes Beispiel: „Das Himmelreich ist wie ein Senfkorn, das auf ein Feld gesät wird.

Es ist das kleinste von allen Samenkörnern, aber es wächst zur größten Pflanze heran und wird so groß wie ein Baum, sodass die Vögel in seinen Ästen Schutz finden.“ Auch das folgende Gleichnis erzählte Jesus: „Das Himmelreich ist wie Sauerteig, den eine Frau zum Brotbacken gebrauchte. Obwohl sie eine große Menge Mehl nahm, durchdrang der Sauerteig doch den ganzen Teig.“

„Das Himmelreich ist wie ein Schatz, den ein Mann in einem Feld verborgen fand. In seiner Aufregung versteckte er ihn wieder und verkaufte alles, was er besaß, um genug Geld zu beschaffen, damit er das Feld kaufen konnte – und mit ihm den Schatz zu erwerben!“

Jesus benutzt eine ganze Reihe Gleichnisse, um den Menschen der damaligen Zeit und uns zu demonstrieren, wie das Reich Gottes (bei Matthäus immer „Himmelreich“ genannt) beschaffen ist. Dabei ist mit dem Reich Gottes weder die Kirche noch die jenseitige Welt noch irgendein (möglicherweise zukünftiges) irdisches Territorium gemeint. „Reich Gottes“ bezeichnet immer das Gebiet, über das Gott seine Herrschaft ausübt, und durchdringt alle anderen Gebiete.

Dabei zeigt uns Gott, dass das Reich Gottes zunächst unscheinbar, dann aber von verblüffender Größe ist. Er zeigt auch, dass es in der Lage ist, eine große Menge nachhaltig zu beeinflussen. Und es ist wie ein Schatz, für den es sich lohnt, alles aufzugeben.

Nun hat man sich das in der damaligen Zeit sicherlich anders vorgestellt, nämlich viel mehr von sichtbaren Zeichen begleitet, mit denen Gott sein Reich auf Erden errichtet. Dass es vergleichsweise geräuschlos daherkommt, ja, dass Unauffälligkeit geradezu ein Kennzeichen ist – das hatte niemand auf der Rechnung. Daran sollten auch wir denken, wenn uns die Verwirklichung des Willens Gottes (zum Beispiel in der Mission) nicht rasch genug vonstattenzugehen scheint.