Tag 146

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2. Könige 2

Während sie weitergingen und miteinander redeten, erschien plötzlich ein Wagen aus Feuer am Himmel und Pferde aus Feuer und trennte sie, und Elia wurde von einem Wirbelsturm in den Himmel getragen. Elisa sah es und rief:

„Mein Vater! Mein Vater! Du Streitwagen Israels und sein Lenker!“ Und als er sie nicht mehr sehen konnte, zerriss er seine Kleider in zwei Teile. Dann hob er Elias Mantel auf, der diesem entfallen war, und kehrte ans Jordanufer zurück. Auch er schlug mit dem Mantel auf das Wasser und rief: „Wo ist der HERR, der Gott Elias?“ Da teilte sich der Fluss und Elisa durchquerte ihn. Als die Prophetenschüler aus Jericho das sahen, riefen sie: „Der Geist Elias ruht auf Elisa!“ Und sie liefen ihm entgegen und warfen sich vor ihm nieder.

Elia ist neben Henoch (über dessen Leben und Nicht-Sterben die Bibel aber nicht mehr als sieben Verse berichtet; 1. Mose 5,18-24) der Einzige, der nicht stirbt, sondern ohne Umweg über den Tod zu Gott geholt wird. Er wird mit einem feurigen Pferdewagen in den Himmel geholt. Das ist als eine besondere Auszeichnung zu verstehen, die hier in Gegenwart von 50 Zeugen sowohl Elia als auch Elisa als von Gott bevollmächtigte Propheten bestätigt.

Diese Szene wird so stark von einer Atmosphäre des Wunderhaften bestimmt wie kaum eine andere in der Bibel bis zum Kommen Jesu. Dabei geht die Hinwegnahme Elias einher mit der Einsetzung des Propheten Elisa als Nachfolger. Was bereits hier mit dem Ereignis mit Elias Mantel beginnt, wird sich bei weiteren Begebenheiten zeigen: Elisa ist der Prophet, den man von allen am ehesten als „Wundermann“ bezeichnen kann, denn im Zusammenhang mit ihm werden einige sehr merkwürdige Dinge berichtet.

Wunder gibt es zwar immer wieder, aber nicht unbedingt immer öfter. Es gibt Hoch-Zeiten, in denen viele Wunder geschehen und diesbezügliche Flauten. Warum das so ist, weiß allein Gott. Sicherlich spielt dabei auch immer eine Rolle, auf was das jeweilige Publikum anspricht; wobei auch das Erleben eines Wunders keine Garantie dafür ist, dass ein Mensch zum Glauben findet.