Tag 268

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Matthäus 7

„Nicht alle Menschen, die sich fromm gebärden, glauben an Gott. Auch wenn sie ,Herr‘ zu mir sagen, heißt das noch lange nicht, dass sie ins Himmelreich kommen. Entscheidend ist, ob sie meinem Vater im Himmel gehorchen. Am Tag des Gerichts werden viele zu mir kommen und sagen: ,Herr, Herr, wir haben in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und viele Wunder vollbracht.‘ Doch ich werde ihnen antworten: ,Ich habe euch nie gekannt. Fort mit euch. Was ihr getan habt, habt ihr gegen das Gesetz getan.‘“

Bekenntnisse für den Herrn sind gut, solange es nicht nur Lippenbekenntnisse sind. Offenbar gibt es einen oberflächlichen christlichen Fanatismus: Er ruft begeistert „Herr, Herr“ und stellt sogar die tollsten Dinge auf die Beine, steht aber dennoch geistlich neben den Schuhen. Auch hier wirkt das Wort der Bibel wieder einmal erschreckend. Ohne Gehorsam kann man so viele vorgeblich erfolgreiche Kampagnen durchführen, wie man will – Gott wird sich am Ende nicht dazu stellen.

Der Text treibt uns dazu, zu beten, dass wir nicht zu den Lippenbekennern gehören, sondern dass wir wirklich im Gehorsam leben – das ist die größte Chance, dieser Gefahr auch zu entgehen. Außerdem dürfen wir auch bei den tollsten Erfolgsmeldungen nüchtern sein und müssen uns kein X für ein U vormachen lassen, nur weil etwas mit großem Gebläse verkündet wird. Im Reich Gottes bekommt nicht der den Preis, der am lautesten schreit.