Matthäus 7
„Wer auf mich hört und danach handelt, ist klug und handelt wie ein Mann, der ein Haus auf massiven Fels baut. Auch wenn der Regen in Sturzbächen vom Himmel rauscht, das Wasser über die Ufer tritt und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es nicht einstürzen, weil es auf Fels gebaut ist. Doch wer auf mich hört und nicht danach handelt, ist ein Dummkopf; er ist wie ein Mann, der ein Haus auf Sand baut. Wenn der Regen und das Hochwasser kommen und die Stürme an diesem Haus rütteln, wird es mit Getöse einstürzen.“
Alle echten Christen sind Fundamentalisten – jedenfalls in dem Sinn, dass das Haus ihres Lebens auf einem festen Fundament gegründet ist, und zwar auf dem, was Jesus in der Bergpredigt gesagt hat. Es gibt aber auch Leute, die meinen, sie könnten ihr Haus ohne einen solchen soliden Untergrund bauen. Das geht äußerlich dann vielleicht eine Weile gut, hält aber im Fall von Unwetter nicht stand.
Warum gibt es eigentlich solche „Dummköpfe“? Es kann leicht passieren, dass wir selbst dazugehören, nämlich dann, wenn wir im Glauben den Kuchen aufessen und gleichzeitig aufbewahren wollen. Wir wollen schon Christ sein, aber: Müssen die Zumutungen, die uns Jesus präsentiert, denn wirklich so krass verstanden werden? Reicht es nicht, wenn man halbwegs gutwillig ist und die schlimmsten Dinge vermeidet?
Nein, es reicht nicht, denn nur wer die Sünde in der Tiefe bei sich erkennt, kann die Gnade in der Tiefe erfahren. Je tiefer diese Erkenntnis ist, desto fester ist das Fundament. Dazu muss man aber die Bergpredigt auch wirklich an sich herankommen lassen.
