Lukas 12
Und er gab ihnen folgendes Gleichnis: „Ein wohlhabender Mann besaß einen großen Hof mit Äckern, die reiche Ernten brachten, so viel, dass seine Scheunen die Erträge nicht fassen konnten. Da sagte er sich: ,Ich weiß, was ich mache! Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen. Auf diese Weise habe ich genug Platz, um alles zu lagern. Und dann werde ich mich zurücklehnen und mir sagen: Mein Freund, du hast für Jahre genug eingelagert. Genieße das Leben. Iss, trink und sei fröhlich!‘ Aber Gott sagte zu ihm: ,Wie dumm von dir! Du wirst noch heute Nacht sterben. Und wer wird dann das alles bekommen?‘ Ihr seht, wie dumm es ist, auf der Erde Reichtümer anzuhäufen und dabei nicht nach Reichtum bei Gott zu fragen.“
Hier erteilt Jesus den Dagobert Ducks dieser Welt eine klare Absage. Anlass ist eine leidige Erbgeschichte. So etwas hat schon oft genug friedliche Familien in Kriegsgegner verwandelt – bis an die Zähne bewaffnet. Damit will Jesus sich aber auch gar nicht befassen. Im Reich Gottes kann man nicht mit den Millionen bezahlen, die man zeit seines Lebens gescheffelt hat.
Das Gleichnis vom reichen Bauern zeigt das in drastischer Weise. Wer nur darauf aus ist, seinen Besitz zu vermehren, um dann in Ruhe seinen Reichtum zu genießen, ist schief gewickelt. Diese Art kapitalistischer Selbstgenügsamkeit entspricht nicht dem, was Jesus mit unserem Leben will. Das, was wir in unserem Leben ernten (und zwar in jeder Beziehung), ist nicht dazu da, es in die eigene Scheune zu fahren, sondern in der Welt einzusetzen. Geld macht nicht nur nicht glücklich, sondern kann einen Christen, der es ernst meint, auch nicht wirklich beruhigen.
