Tag 55

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2. Mose 25

Gieße vier goldene Ringe dafür und befestige sie an ihren vier Ecken, zwei Ringe auf jeder Längsseite. Fertige Stangen aus Akazienholz an und überzieh sie mit Gold. Steck die Stangen in die Ringe an den Längsseiten der Lade, damit man die Lade tragen kann. Die Tragstangen sollen immer in den Ringen bleiben und dürfen nicht herausgezogen werden. Leg die Gesetzestafeln, die ich dir geben werde, in die Lade. … Die Gesichter der Cherubim sollen einander zugewandt und gleichzeitig auf die Deckplatte gerichtet sein. Ihre Flügel sollen nach oben ausgebreitet sein und die Deckplatte abschirmen. Leg die steinernen Gesetzestafeln, die ich dir geben werde, in die Lade und verschließe sie dann mit der Deckplatte. Dort will ich dir begegnen: Aus dem Raum zwischen den beiden Cherubim, die auf der Deckplatte der Bundeslade stehen, will ich dir alle Anordnungen mitteilen, die ich den Israeliten geben werde.

Wichtigster Bestandteil des Heiligtums war die Bundeslade, ein unserem Empfinden nach etwas fremdartig anmutender Kasten. Zwei Cherubim – himmlische Flügelwesen – zierten seine Deckplatte. Die Gesetzestafeln sollten in den Kasten gelegt werden.

Die Bundeslade fand ihren Platz an zentraler Stelle des Heiligtums. Da, wo andere Völker aus der Umgebung im Zentrum ihrer Heiligtümer eine Götzenfigur oder ein Götterbild verehrten, stand bei den Israeliten ein geheimnisvolles Möbelstück. Es durfte später nicht angefasst werden (dazu gab es eine besondere Tragevorrichtung) und überhaupt durfte man nur unter besonderen Umständen in die Nähe der Bundeslade kommen.

Ist die Bundeslade nun – wenn schon nicht Gott selbst – dann als Wohnort Gottes zu verstehen? Vielleicht nicht in letzter Konsequenz, denn Gott ist letztlich unzugänglich. Vielleicht kann man es – salopp gesprochen – so deuten: Gott „wohnte“ nicht in der Bundeslade, aber er hatte für die Israeliten dort seine „Sprechstunde“.