Tag 73

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5. Mose 1

Östlich des Jordan, in Moab, begann Mose ihnen das Gesetz folgendermaßen auszulegen: „Der HERR, unser Gott, sprach am Sinai zu uns: ,Ihr lagert nun schon lange genug an diesem Berg. Brecht auf und zieht ins Gebirge der Amoriter und zu ihren Nachbarn im Jordantal, in den Bergen, in den westlichen Ausläufern des Gebirges, im Negev und an der Mittelmeerküste, in das Land der Kanaaniter und in den Libanon, bis zum großen Strom Euphrat. Seht! Ich habe euch dieses Land ausgeliefert! Geht hinein und nehmt es in Besitz, denn es ist das Land, das ich, der HERR, euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob und ihren Nachkommen mit einem Eid versprochen habe.‘“

Ein großer Tag für die Israeliten steht bevor. Endlich ist es so weit – das Land Kanaan liegt ihnen zu Füßen. Wie wir wissen, sind inzwischen viele Israeliten verstorben. Da das Volk nun kurz vor dem entscheidenden Ereignis der Landnahme steht, erinnert das 5. Buch Mose noch einmal ausführlich an die Geschehnisse der Vergangenheit. Mose selbst gibt eine erinnernde Rückschau auf die Geschichte mit all ihren Höheund Tiefpunkten.

Wiederholung ist die Mutter der Weisheit, und doppelt genäht hält besser – von daher fand auch diese Duplizität der Berichte Eingang in die Bibel. Es ist aber mehr als nur eine bloße Nacherzählung der Geschehnisse. Es ist vor allem eine große flammende Predigt an das Volk, in der Mose nicht als nüchterner Berichterstatter, sondern als leidenschaftlicher Gottesmann spricht. An entscheidenden Wegmarkierungen der Geschichte Gottes mit seinem Volk wird auch an anderer Stelle öfter Rückschau gehalten werden.