Tag 99

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Rut 2

Rut warf sich ihm zu Füßen. „Warum bist du so freundlich zu mir?“, fragte sie. „Warum beachtest du mich, obwohl ich eine Ausländerin bin?“

„Man hat mir genau erzählt, was du nach dem Tod deines Mannes alles für deine Schwiegermutter getan hast“, antwortete Boas, „und dass du deinen Vater und deine Mutter und deine Heimat verlassen hast, um zu einem Volk auszuwandern, das du vorher nicht gekannt hast. Der HERR, der Gott Israels, unter dessen Flügeln du Zuflucht gesucht hast, soll dir das vergelten und dich reich dafür belohnen.“

In Bethlehem schlägt Rut vor, dort auf einigen Feldern die „Nachlese“ zu halten. Es war den Israeliten durch Gott im Gesetz geboten worden (3. Mose 19,9), die Ränder ihrer Felder nicht abzuernten und keine Nachlese zu halten. Ähnliches galt für die Weinberge. Dies war eine soziale Fürsorge für Arme und für Ausländer – wie Rut. Als sie dies dann tut, gerät sie auf ein Feld, das einem Verwandten der Noomi gehört, dem wohlhabenden Boas.

Das Ganze wirkt etwas hollywood-like: Boas fällt die unermüdlich arbeitende (oder vielleicht auch attraktive?) Rut auf. Und als er sich nach ihr erkundigt, erfährt er auch von ihrem selbstlosen Handeln an Noomi. Boas gewährt ihr großzügig Gastfreundschaft und weist auch seine Arbeiter an, mit ihr ordentlich umzugehen.

Ein wohltuender und Mut machender Text, der zeigt, dass Gott die versorgt, die in Treue zu ihm stehen.