Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff auf Israel erinnert die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs an die Opfer des Terroranschlags. Gleichzeitig ruft sie dazu auf, das Leid von Israelis und Palästinensern gleichermaßen wahrzunehmen.
Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel an die Opfer des Terroranschlags erinnert. Laut einer EKD-Mitteilung gedachte sie der 1.200 Menschen, die am 7. Oktober 2023 getötet wurden, sowie der Überlebenden und ihrer Angehörigen.
Das Leid aller Betroffenen sehen
Fehrs erinnerte auch an die Geiseln, die inzwischen nach Israel zurückgekehrt seien. Zugleich verwies sie auf das Leid der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen, die unter den Folgen des Krieges leide. „Wir dürfen das Leid der einen nicht gegen das Leid der anderen aufrechnen“, erklärte die EKD-Ratsvorsitzende.
Warnung vor Antisemitismus
Besorgt zeigte sich Fehrs über den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland und weltweit. Die Trauer um die Opfer des 7. Oktober stehe nicht im Widerspruch zur Anteilnahme am Leid der Menschen in Gaza. Abschließend rief sie zum Gebet für Israelis und Palästinenser, für die Angehörigen der Opfer sowie für die Kirchen im Heiligen Land auf.
„Massaker an Jüdinnen und Juden“
Die evangelische Kirche bezeichnete den Angriff der Hamas in der Vergangenheit wiederholt als „Terrorakt“ bzw. „schlimmstes Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Shoa“.
So hieß es in der Stellungnahme der EKD zum ersten Jahrestag des Angriffs im Oktober 2024 unter anderem: „Dieser Terrorakt war ein beispielloser Angriff auf Israels Bevölkerung und die Sicherheit des Landes.“ Die Kirchen stünden an der Seite der Menschen in Israel und der Juden weltweit, die mit antisemitischen Übergriffen konfrontiert seien.
Israel habe nach dem Angriff der Hamas sein Recht auf Serlbstverteidigung geltend gemacht. „So sehr dies verständlich und prinzipiell berechtigt war, kommt man jedoch nicht umhin festzustellen, dass die militärische Reaktion Israels und die folgenden Kämpfe im Gazastreifen zehntausenden palästinensischen Zivilisten den Tod gebracht haben.“
Kirsten Fehrs selbst sprach in einem Interview im Oktober 2024 von einem „massiven Terrorüberfall“ und „beispiellosen Angriff“ durch die Hamas.
