Papst Leo XIV. macht nach einer Lungenoperation seine Krebserkrankung öffentlich. Genesungswünsche kommen unter anderem von Bundespräsident Steinmeier.
Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs. Dies wurde nach einer geplanten Operation am Dienstag ärztlich bestätigt, wie Vatican News mitteilte. Ärzte entfernten in der römischen Gemelli-Klinik den unteren Lappen der rechten Lunge des 71-Jährigen.
Der etwa 90-minütige Eingriff erfolgte mittels videoassistierter Technik und verlief ohne Komplikationen. Der Heilige Vater erwachte demnach normal aus der Narkose und erholt sich derzeit. Ein Ärzteteam unter der Leitung von Professor Stefano Margaritora führte die Operation durch. Papst Leo XIV. hatte die Entdeckung eines Knotens in seiner Lunge am Sonntag selbst bekannt gegeben und von einem „sehr frühen Stadium“ gesprochen.
Im Gemelli-Krankenhaus befindet sich ein eigener Trakt im zehnten Stock, wo Papst Leo XIV. rund um die Uhr versorgt wird. Er soll sich dort etwa eine Woche erholen. Alle Audienzen bis Mitte nächster Woche wurden abgesagt, darunter die Teilnahme am Abschlussgottesdienst eines Bischofstreffens am Mittwoch auf dem Petersplatz. Im November ist jedoch weiterhin eine fast zweiwöchige Reise des Papstes nach Uruguay, Argentinien und Peru geplant.
Genesungswünsche aus Deutschland
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wünschte dem Papst eine vollständige und baldige Genesung. Steinmeier erklärte: „Die Stimme des Papstes zu den aktuellen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit ist für viele Menschen weltweit, auch in Deutschland, über die konfessionellen Grenzen hinaus von besonderer Bedeutung und wertvoll.“ Bischof Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, schrieb auf Social Media: „Wir wünschen dem Heiligen Vater nun vor allem Ruhe und Kraft für seine Genesung. In den kommenden Tagen werden wir ihn besonders in unsere Gebete einschließen.“
Papst Leo XIV. steht seit Mai 2025 an der Spitze der römisch-katholischen Kirche. Der gebürtige US-Amerikaner vertritt einen missionarisch geprägten Katholizismus und setzt in seiner Amtsführung Akzente bei Evangelisierung, sozialer Verantwortung und der weltweiten Einheit der Kirche.
