Die Religionszugehörigkeit beeinflusst das Wahlverhalten bei den US-Zwischenwahlen stark. Nach einer aktuellen Umfrage unterstützen weiße Evangelikale die Republikaner, während schwarze Protestanten die Demokraten befürworten.
Christen und andere religiöse Gruppen zeigen im Vorfeld der diesjährigen Zwischenwahlen unterschiedliche Präferenzen. Laut einer jüngst veröffentlichten Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center bevorzugen weiße evangelikale Protestanten und weiße Katholiken republikanische Kandidaten. Andere Religionsgemeinschaften sind sich uneins oder tendieren zu den Demokraten.
Weiße Evangelikale unterstützen mehrheitlich Republikaner
Die Umfrage unter registrierten Wählern in den USA, durchgeführt vom 28. September bis 4. Oktober 2026, zeigt, dass 73 Prozent der weißen evangelikalen Protestanten den Kandidaten der Republikaner für das US-Repräsentantenhaus wählen würden. Nur 12 Prozent dieser Gruppe würden die Demokraten unterstützen.
Unter weißen Katholiken sprechen sich 50 Prozent für Republikaner und 32 Prozent für Demokraten aus. Weiße nicht-evangelikale Protestanten sind gespalten, mit 45 Prozent für Republikaner und 37 Prozent für Demokraten.
Schwarze Protestanten wählen mehrheitlich demokratisch
Demokratische Kandidaten erhalten deutlich mehr Zuspruch von schwarzen Protestanten, hispanischen Katholiken, Atheisten, Agnostikern und Personen ohne spezifische Religionszugehörigkeit.
Schwarze Protestanten würden zu 74 Prozent die Demokraten wählen, hispanische Katholiken zu 59 Prozent. Bei Atheisten liegt die Unterstützung für die Demokraten bei 81 Prozent, bei Agnostikern bei 75 Prozent und bei denen ohne spezifische Religionszugehörigkeit bei 48 Prozent.
Gegen den Trend: Trump bei weißen Evangelikalen beliebt
Auch die Zustimmungsraten für Präsident Trump wurden abgefragt: Obwohl die allgemeine Beliebtheit seit Beginn seiner zweiten Amtszeit bei allen volljährigen US-Bürgerinnen und Bürgern gesunken ist, zeigen weiße evangelikale Protestanten weiterhin mehrheitliche Zustimmung. In dieser Gruppe billigen 58 Prozent Trumps Amtsführung, während 40 Prozent sie missbilligen. Bei allen anderen Religionsgemeinschaften überwiegt die Ablehnung. Zudem äußern Atheisten, Agnostiker und schwarze Protestanten am häufigsten ihre Missbilligung von Trumps Amtsführung.
Hier finden Sie die Studienergebnisse des Pew Research Center (Englisch).
