Laut einer Studie will knapp die Hälfte der US-Pastoren den 250. Jahrestag der Staatsgründung im Gottesdienst thematisieren. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber zu viel Patriotismus in den Gemeinden.
Am 4. Juli erinnern die USA an die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung vor 250 Jahren im Jahr 1776. 45 Prozent der von Lifeway Research befragten Pastorinnen und Pastoren halten patriotische Elemente im Gottesdienst rund um den 4. Juli für wichtig. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Jahren (2016: 61 Prozent, 2021: 56 Prozent).
Besonders ältere Geistliche sprechen sich dafür aus (über 60 Prozent), während sich lediglich 29 Prozent der unter 44-Jährigen patriotische Elemente im Gottesdienst wünschen. Auch regional und konfessionell gibt es Unterschiede. Lifeway berichtet, dass Pastorinnen und Pastoren im Süden und Westen sowie aus pfingstkirchlichen und baptistischen Gemeinden patriotische Elemente häufiger unterstützen als etwa lutherische oder reformierte Kolleginnen und Kollegen. Wenn Gemeinden patriotische Elemente in ihre Gottesdienste integrieren, dann handelt es sich oft um die Würdigung von ehemaligen Soldatinnen/Soldaten (62 Prozent), Familien mit Angehörigen, die zurzeit im Militär dienen (59 Prozent) oder das Spielen bestimmte Musikstücke (55 Prozent).
Die Hälfte der befragten Geistlichen spricht sich dafür aus, dass Gemeinden außerhalb von Gottesdiensten der Staatsgründung gedenken sollten. 47 Prozent sind dagegen.
Gleichzeitig nimmt die Sorge unter Geistlichen ab, dass die Liebe zum eigenen Land unter ihren Gemeindegliedern größer sein könnte als die Liebe zu Gott. 30 Prozent der Pastoren teilen diese Befürchtung. Vor zehn Jahren waren es noch 53 Prozent.
Für die Studie befragte Lifeway im September 2025 nach eigenen Angaben insgesamt 1.003 zufällig ausgewählte protestantische Pastorinnen und Pastoren.
>>> zum Studie (PDF) bei Lifeway-Research
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