Tag 234

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Matthäus 1

Und so wurde Jesus Christus geboren. Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt. Aber noch vor ihrer Hochzeit wurde sie, die noch Jungfrau war, schwanger durch den Heiligen Geist. Josef, ihr Verlobter, war ein aufrechter Mann. Um sie nicht der öffentlichen Schande preiszugeben, beschloss er, die Verlobung in aller Stille zu lösen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm im Traum ein Engel des Herrn. „Josef, Sohn Davids“, sagte der Engel, „zögere nicht, Maria zu heiraten. Denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von allen Sünden befreien.“ All das geschah, damit sich erfüllt, was Gott durch seinen Propheten angekündigt hat: „Seht! Die Jungfrau wird ein Kind erwarten! Sie wird einem Sohn das Leben schenken, und er wird Immanuel genannt werden. Das heißt, Gott ist mit uns.“

Was Josef wohl gedacht haben mag, als ihm Maria die erstaunliche Nachricht eröffnet hat? Das muss ja selbst dem verständnisvollsten Liebenden über die Hutschnur gehen. Vielleicht hat er sie zunächst für verwirrt gehalten. Wahrscheinlicher ist, dass er gedacht hat, Maria hätte ihn betrogen und jetzt müsste die Sache aus gesellschaftlicher Rücksicht möglichst geräuschlos über die Bühne gebracht werden. Verzwickt ist es schon: Man kann eine Verlobung zwar heimlich lösen, aber eine Schwangerschaft nicht unbedingt heimlich austragen.

Gut, dass es für Josef noch eine Sonderoffenbarung Gottes gibt. Gott erklärt Josef im Traum, dass es eben so sein muss, dass eine Jungfrau das Kind gebären soll und daher solch außergewöhnliche Umstände voll in der Planung Gottes liegen. Josef ist überzeugt und sorgt dafür, dass Maria bis zu ihrer Entbindung auch Jungfrau bleibt.

Diese Geschichte zeigt auch: Oft kann ein Partner den anderen von seinen Erkenntnissen nicht überzeugen, aber Gott hat Mittel und Wege, dass beide dann doch einig werden können.