Tag 266

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Matthäus 7

„Ihr könnt das Reich Gottes nur durch das enge Tor betreten. Die Straße zur Hölle ist breit und ihre Tür steht für die vielen weit offen, die sich für den bequemen Weg entscheiden. Das Tor zum Leben dagegen ist eng und der Weg dorthin ist schmal, deshalb finden ihn nur wenige.“

Das Reich Gottes hat einen schmalen Eingang und der Weg dorthin ist ein Balanceakt. Zumindest verfolgt die Hölle ein offeneres Konzept, und der Weg dahin ist bequem und nicht zu verfehlen. Was heißt das nun für uns?

Es gibt einen alten frommen Grundsatz, den viele zwar nicht kennen, aber doch danach leben: „Lieber eng – und eng beim Herrn – als weit – und weit weg von ihm.“ An diesem Spruch ist etwas Wahres und etwas Falsches dran. Eng beim Herrn zu sein, das ist sicherlich die Schlüsselformulierung. Außer dem Herrn gibt es keine Lebensalternativen. Der Weg zur Hölle ist eine gigantische Einkaufsstraße voller schicker religiöser oder weltanschaulicher Läden. Auch die Sünde betreibt dort ihre Ladenkette. Demgegenüber erscheint ein schmaler Weg wenig werbewirksam, auf dem nur ein Produkt angeboten wird, nämlich das Leben im Gehorsam Gott gegenüber. Dennoch ist das der einzige Artikel, der uns wirklich zum Ziel führt.

Aber das heißt nicht, dass nun alles Enge per se christlich ist und in jedem Fall Gehorsam heißt. So einfach wird es uns nicht gemacht. Gehorsam heißt genauso, die Freiheit in Christus mutig zu gebrauchen. Eine ängstliche oder sogar miesepetrige Weltverachtung lässt sich christlich nicht aufrechterhalten. Am „Highway to Hell“ steht auch ein Einkaufstempel für Engstirnige.