Tag 312

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Matthäus 24

Jesus antwortete ihnen: „Lasst euch von niemandem etwas weismachen. Viele werden in meinem Namen auftreten und behaupten: ,Ich bin der Christus‘, und sie werden viele irreführen. Überall werden Kriege ausbrechen. Aber habt keine Angst – diese Dinge müssen geschehen, doch das Ende wird noch nicht unmittelbar darauf folgen. Völker und Königreiche werden sich den Krieg erklären. In vielen Teilen der Welt wird es Erdbeben geben, und es wird zu Hungersnöten kommen. Doch all das wird erst der Anfang der Schrecken sein, die auf euch zukommen. Ihr werdet verhaftet, verfolgt und umgebracht werden. Auf der ganzen Welt wird man euch hassen, weil ihr euch zu meinem Namen bekennt. Viele werden sich von mir abwenden und einander verraten und hassen. Viele falsche Propheten werden auftreten und die Menschen täuschen. Die Gesetzlosigkeit wird immer mehr überhandnehmen und die Liebe wird bei vielen erkalten. Doch wer bis zum Ende durchhält, wird gerettet werden. Die Botschaft vom Reich Gottes wird auf der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie hören, und dann erst wird das Ende kommen.“

Der Beginn einer Passage, in der Jesus am ausführlichsten beschreibt, wie es in den letzten Tagen vor seiner Wiederkehr sein wird. Zunächst redet er seinen Jüngern (und damit den Jüngern aller Zeiten) ins Gewissen, sich nicht von irgendwelchen Ereignissen verrückt machen zu lassen. Nicht jeder Krieg und nicht jedes katastrophale Naturereignis sind gleich Vorboten seiner Wiederkunft.

Was allerdings passieren wird: Es wird einen erschreckenden Abfall vom Glauben geben, der eine große Standfestigkeit notwendig macht. Der Text legt nahe, dass dies auf dem Hintergrund eines (weltweiten?) Regimes geschieht, das Christusnachfolge nicht duldet. Falsche Propheten (werden das Kompromissprediger sein?) werden zudem für Verwirrung sorgen.

Dass es eine Massenabwendung von Christus gibt, erscheint uns heute kaum vorstellbar, wenn wir an die vielen christlichen Gemeinden weltweit denken. Werden die denn alle nicht durchhalten? Die Bedrohung wird aber wohl so stark und eventuell auch so verführerisch sein, dass jeder in der Gefahr stehen wird, den Glauben an Christus hinter sich zu lassen.

Immerhin wird das Evangelium zu allen Völkern durchgedrungen sein. Was damals eine unausdenkbare Perspektive war, ist heute durch die Tätigkeit der Missionsgesellschaften schon wesentlich näher gerückt.