Epheser 5
Ordnet euch aus Achtung vor dem Herrn bereitwillig einander unter. Ihr Ehefrauen sollt euch euren Männern unterordnen, so wie ihr euch dem Herrn unterordnet. Denn der Mann ist das Haupt seiner Frau, wie Christus das Haupt seines Leibes – der Gemeinde – ist, für die er sein Leben gab, um sie zu retten. So wie die Gemeinde sich Christus unterordnet, sollt ihr Ehefrauen euch auch euren Männern in allem unterordnen. Und ihr Ehemänner, liebt eure Frauen mit derselben Liebe, mit der auch Christus die Gemeinde geliebt hat. Er gab sein Leben für sie, damit sie befreit von Schuld ganz ihm gehört, rein gewaschen durch die Taufe und Gottes Wort. Er tat dies, um sie als herrliche Gemeinde vor sich hinzustellen, ohne Flecken und Runzeln oder dergleichen, sondern heilig und makellos. Genauso sollten auch die Ehemänner ihre Frauen lieben, wie sie ihren eigenen Körper lieben. Denn ein Mann liebt auch sich selbst, wenn er seine Frau liebt. Niemand hasst doch seinen eigenen Körper, sondern sorgt liebevoll für ihn, wie auch Christus für seinen Leib, also für die Gemeinde, sorgt. Und wir gehören zu seinem Leib.
Ein Text, den wir besonders gerne selektiv wahrnehmen: Ehefrauen sollen sich also den Männern unterordnen. Aha – da haben wir es schwarz auf weiß, und damit sind alle feministischen Argumentationen ein für alle Mal abgebügelt. Sind sie nicht, denn die folgenden Verse neutralisieren dies wieder: Die Ehemänner sollen ihre Frauen lieben, das heißt: Einer soll den anderen höher achten als sich selbst. Dazu haben die Ehemänner ein steiles Vorbild: die Liebe Christi. Damit ist man als Mann so schnell nicht fertig.
Gegenseitiger Respekt ist etwas, das nicht in unserer Natur liegt. Wir meinen ja in der Regel, dass unsere eigenen Ansichten die besseren sind und dass dies der Ehepartner nur noch nicht bemerkt hat. Gerade in der Ehe fällt es aber schwer, einzusehen, dass der andere auch Recht haben könnte. Dieser Gedanke ist an sich ein gutes, weil demütiges Verstehensmuster, aber keins, das uns angeboren ist.
Natürlich lässt dieser Text weder Macho-Manieren noch Blaustrumpf-Gehabe zu. Die Geschlechter müssen sich überhaupt nicht gegeneinander in Kampfposition bringen. Und auch wenn es um unsere Gesellschaft geht, ist dieses von Paulus hier verkündete Paradigma ein guter Änderungsansatz. Aber setzen wir das erst einmal in unseren Ehen um …
